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luni, 21 februarie 2011

Hieromönch Ghelasie Gheorghe: ”DER HESYCHASMUS, DIE MYSTIK DER LITURGIE CHRISTI” (Übersetzung aus dem Rumänischen von Monica Lassarén)


















Motto:
”Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort” (Johannes 1, 1). Im Anfang war die Liturgie (das Wort) und die Liturgie war bei Gott und Gott war die Liturgie.

1. Der Hesychamus – die immerwährende Fortsetzung der Liturgie Christi

Der Hesychasmus ist eine immerwährende Liturgie Christi, im Gesang des Verstandes des Herzens und unmittelbar der Seele. Das Hesychastische Gebet ist der Gesang des Permanenten, ununterbrochenen Dienens der Liturgie im Inneren deren, die eine Lebendige Kirche Christi sein möchten. Der Hesychasmus ist Mystische Vereinung durch Christus. Christus ist Eucharistische Liturgie. Die Liturgie ist im Ritual des HEILIGEN GEISTES und im Gesang der Kirche. Die Schöpfung ist Bild der Kirche, und Gott ist Bild der Priesterschaft. Die Kirche ohne Ritual und ohne Liturgie wird entheiligt bis zur Laizisierung.
Die die eine intensives Heiliges Erleben wünschen haben ”den Hesychastischen Weg” gefunden. Der Hesychasmus ist eine unaufhörliche Fortsetzung des Feierns der Liturgie Christi. Die Eremiten und die Mönche haben das Bedürfnis empunden, die Liturgie Christi unuterbrochen zu erleben. Heute wollen auch viele Laien dieses Erleben erreichen.
Darum ”steigt” der Hesychasmus” in die Welt herab och wird ein Weg für viele. Der Hesychasmus ist eine Fortsetzung der Kirche Christi zu einer Inneren Kirche, wo eine Fortsetzung der Christlichen Liturgie unablässig gefeiert wird. Der Hesychastische Weg ist der gleiche für alle, ohne Unterschied. Viele versuchen ein Christentum ohne Kirche zu leben. Seid vorsichtig. Die Kirche ist die Wohnstätte der Liturgie Christi und ohne die Kirche kann man die Liturgie Christi nicht feiern. Das Bild der Kirche ist das Bild der Schöpfung, wo Gott der Schöpfer Seine Liturgie der Schöpfung feiert, indem Er in die Schöpfung herabsteigt und die Schöpfung an der Eucharistie Seiner Eigenen Göttlichkeit teilhaben läßt. Um Gott empfangen zu können, muss die Schöpfung die Kirche-der Geheiligte Tempel der Liturgie- der Herabsteigung Gottes in die Schöpfung sein. Der Hesychasmus ist das Mysterium der Gnade der Liturgie Christi im Ritual des BILDES DES HEILIGEN GEISTES. Der Hesychasmus ist das Heilige Ritual der Kirche der Schöpfung gerade dadurch, dass er die Herabsteigung der Liturgie der Kirche Christi in die Schöpfung ist. Die Mystik bedeutet Vereinung. Die Religion bedeutet Verbindung mit Gott. Nach dem Sündenfall, der Vertreibung aus dem Paradies wird die Verbindung zu Gott schwächer.
Wir trennen uns von Gott, aber Gott trennt sich niemals von uns. Darum steigt Gott unaufhörlich durch die Liturgie Christi in die Schöpfung herab. Aus Christlicher Sicht ist unser Wesen der Schöpfung Abbild und Ähnlichkeit des ANTLITZES GOTTES. (Genesis 1, 27). So ist der Hesychasmus die Mystik der Vereinung mit Gott, Der Jenseits des Geschaffenen Wesens ist. Das Christentum ist nicht Panteistisch, sondern Kreationistisch. Der Hesychasmus ist zuerst Vereinung mit Gott, durch Den dann unsere Seele sich hervorhebt. Gott ist Der, der ”die Tür unserer Seele öffnet”, denn Er hat den Schlüssel... Darum beginnt das Christentum mit dem Empfangen Christi, Der dann Erfüllt, was wir nicht vermögen zu erfüllen. Christus steigt in die Schöpfung herab aus LIEBE, die LIEBE ist LITURGIE. So ist die Herabsteigung Gottes in die Schöpfung die Herabsteigung der Liturgie Seiner Liebe, die EUCHARISTIE-KÖNIGREICH wird.


(erschienen im Band "Trăirea Mistică a Liturghiei" ("Das mystische Erleben der LITURGIE"), Platytera Verlag, Bukarest, 2009, S. 109-110. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Englische Version befindet sich hier.
Die Rumänische Version befindet sich hier.

sâmbătă, 4 decembrie 2010

Hieromönch Ghelasie Gheorghe: ”Hundert VERSE über den Hesychasmus” (Übersetzung aus dem Rumänischen von Monica Lassarén)


















Einleitung

Hier versuchen wir das MYSTERIUM der Christlichen Mystik – deren allgemein anerkannter Name Hesychasmus ist – unmittelbarer und Praktischer darzustellen.

”Hesychie–Ruhe” ist nur ein vager Hinweis, der Sinn der Hesychie liegt in dem in ihr enthaltenem eigentlichen MYSTERIUM. Der Hesychasmus ist eine bestimmte Mystik, nicht ”eine Mystik in Sich”, wie es manche verlangen.
Die Mystik bedeutet ”Das LETZTE MYSTERIUM, das ABSOLUTE!” Dessen Suchen und Finden ist die mystische Praxis.

Aber ”das LETZTE MYSTERIUM” ist kein ”Antlitzloses Mysterium”. Im Hesychasmus ist ein GEWISSES MYSTERIUM, mit einem GEWISSEN ANTLITZ und darum ist die Hesychastische Mystik eine streng spezifische Mystik.

Immer mehr Menschen wollen den Hesychasmus in eine ”universelle Mystik” verwandeln, weil sie sie auf ihre so-genannte mystische ”Essenz” reduzieren, die ”Einzig” wäre (auch wenn sie sich in verschiedene Ausdrücks und Manifestationsformen kleidet). Wir aber behaupten, dass die Reduzierung des ”Hesychasmus” zur ”essentiellen Mystik” selbst die Grundlage der Mystik verfälscht.

Der Hesychasmus kann nur eine ”streng Christliche Mystik” sein und, noch mehr, nur ein GEWISSES Christentum – das ORTHODOXE CHRISTENTUM.

Dieses ”GEWISSE” soll nicht verstanden werden als eine ”Einschränkung”, und gar nicht als eine ”Überheblichkeit”, dass man ”besser” oder ”wer weiß was besonderes” sei... Ich möchte keinen Disput und keinen Streit mit anderen ”Arten ” von Mystik führen... Der Hesychasmus bewahrt sein ANTLITZ sehr ”sorgfältig” , auch wenn es ”alt” und wie in den ursprünglichen Ikonen nur durch ein paar ”Linien” dargestellt ist.

Die Unwissenden von heute klagen eben über diese ”Einfachheit-Armut” des Hesychasmus und ”verlangen” darum eine ”Rekonstruktion und Neuwertung” der eigentlichen Christlichen Mystik. Die Theologen haben durch eingehende ”Studien” versucht, den Hesychasmus im Zusammenhang der sogenannten ”allgemeinen Mystik” einzuordnen (sie mit der Katholischen, orientalischen Mystik zu vergleichen, bis zu einer Rückkehr zur Antike.)

Es stimmt, dass es uns, den heutigen Menschen, die die ”Wissenschaftliche Emanzipation” gewohnt sind, ”schwerfällt”, uns ”neben alte Skellete zu stellen” (auch wenn sie ”Heilige Reliquien” sind.)

Der Hesychasmus ist eben diese ”SAKRALITÄT der Gebeine- der Heiligen Reliquien”. Dieser ”Kult des Traditionalismus, der sich in die Heiligen Reliquien verwandelt”, ist die Echte Hesychastische Mystik.

Die Hesychastische Mystik ist nicht das Suchen nach der ”letzten Essenz”, sondern ”das Suchen nach den Quellen”. Die Hesychastische Mystik strebt nicht nach ”der Göttlichen Kontemplation”, sondern FÄLLT AUF DIE KNIE an den GRÄBERN der Heiligen QUELLEN und VERHARRT in ihrem LITURGISCHEN RITUAL. Jenes JENSEITS aber bleibt ”das MYSTERIUM”, vor welchem man in der VERNEIGUNG VERHARRT, mit der Stirn und den Blick nach unten gewendet, damit sie nicht ”ermüden”.

Der Hesychasmus ist nicht so sehr ”das Göttliche SEHEN” (das als so wichtig betrachtet wird), sondern das Einhalten der durch das ÜBERTRETEN der GÖTTLICHEN GRENZE verursachten ”ERBLINDUNG”, Dieses ”mystische Paradoxon” ist die Hesychastische Mystik. Nach der Heiligen Schrift, war im Garten Eden ”der Baum-die Grenze- des Todes” und der BAUM-die GRENZE-des LEBENS, ”die Finsternis und das LICHT”, ”die Erblindung und das SEHEN”.

Adam, der Mensch, der im Garten Eden lebte, hatte keinen ”Zugang” zum BAUM-des SEHENS-des LEBENS”, weil DER das GROßE MYSTERIUM war, aber er hatte Zugang zum ”Baum-der Erblindung-des Todes.”

Die Schlange-der Dämon betrügt Adam mit dem ”Öffnen der Augen”, dass er wie GOTT würde, was sich als Lüge heraustellt, denn, anstatt dass sie des GÖTTLICHEN SEHEN teilhaftig werden, sehen Adam und Eva sich ”nackt” und sie erleiden den Fall in die ”Verderbnis-die Finsternis des Todes”. (Genesis 3,5).

Der biblische Mensch hat ”die uralte Furcht” ”der Erblindung des Todes” und darum ist ”die Biblische Mystik” ”der Hesychasmus- das Einhalten” dieser Erblindung, das Einzige, was ihm ”die Ruhe”- die Hesychie wiedergeben wird.

Der Biblische Mensch fürchtet auch das VERNICHTENDE FEUER des BAUMES des LEBENS und ”die Erblindung des Todes”, darum ist die Ruhe-die Hesychie des Menschen ”zwischen” diesen beiden GRENZEN.

Die Mystik des ”EINTRITTS in das GÖTTLICHE” ist nicht länger ”die Mystik des Menschen”, sondern die ÜBERMYSTIK, die das GÖTTLICHE im Menschen BEWIRKT, darum kann man nicht über diese Mystik sprechen, sondern nur über die Mystik des EINHALTENS der Erblindung des Menschen.

In der Philokalia sind alle mystischen Darstellungen der Heiligen Väter in diesem Sinne, des ”Austrittes” aus der Sünde der Erblindung-des Todes-der Finsternis, und erst danach des STEHENS vor dem ANGESICHT des GÖTTLICHEN MYSTERIUMS. Alle nicht-biblischen Mystikformen sind ”Mystik mit einem luziferischen Beigeschmack”, Mystik der ”Erblindung-des Todes” und der dämonischen Frechhheit”, der Selbstvergöttlichung - des falschen göttlichen Sehens”.

Biblisch gesehen, hat der Mensch keine ”GÖTTLICHE Essenz”, aber sein URSPRUNG ist im GÖTTLICHEN ERSCHAFFEN. Der Mensch trägt das SIEGEL des GÖTTLICHEN ANTLITZES, das sich im Wesen des Menschen EINGEPRÄGT HAT durch den GÖTTLICHEN ATEM. Der Mensch hat in Sich Selbst nicht den GÖTTLICHEN ATEM, sondern das AKTIVE des GÖTTLICHEN ATEMS, der ihm das GÖTTLICHE ANTLITZ Schöpferisch EINPRÄGT.

”Die GÖTTLICHE Essenz” des Menschen ist dieses SIEGEL-GÖTTLICHE ANTLITZ, das gleichzeitig ein ewiges GÖTTLICHES AKTIV wird. Dieses SIEGEL-ANTLITZ ist nicht bloß ein einfacher ”Abdruck”, sondern ein ”LEBENDIGES” des GÖTTLICHEN AKTIVEN im Menschlichen Wesen.

Große Aufmerksamkeit gilt diesem Unterschied zwischen dem WESENHAFTEN GÖTTLICHEN in Sich und dem GÖTTLICHEN AKTIVEN. Noch mehr: das GÖTTLICHE AKTIVE ist der PERSÖNLICHE WESENHAFTE GÖTTLICHE AKT und aus dem AKT ensteht dann auch die GÖTTLICHE Energie der GNADE.

Viele verwechseln den AKT mit der GNADE. Die GNADE ist die Energie des AKTES.

Den GÖTTLICHEN AKT wird von der GÖTTLICHEN PERSON vollbracht und das MODELL des AKTES wird zur Energie der GNADE ohne Trennung oder Vermischung.

Der PERSÖNLICHE AKT ist der URSPRUNG und die QUELLE der GNADE, Er ist das Beständige ANTLITZ, während die GNADE als Energie auch Veränderung auf verschiedene Weise der Übertragung des ANTLITZES des AKTES ist. Die GNADE SPIEGELT das ANTLITZ des AKTES WIDER, sie trägt den AKT; aber sie bewirkt nicht den eigentlichen AKT, der ausschließlich PERSÖNLICH WESENHAFT ist.

Biblisch macht man diesen Unterschied zwischen dem AKT und der Energie der GNADE, damit man auch klar unterscheidet zwischen dem In Sich GÖTTLICHEN WESEN einerseits und den AKTEN und den Werken der GNADE andererseits, was von den antiken und metaphysischen Mystikformen in einer luziferischen Logik verdreht und verwechselt wird.

Der Mensch hat in Sich ein SIEGEL des GÖTTLICHEN AKTES, darum hat er in Sich auch eine Quelle der GNADE, er hat das ANTLITZ des GÖTTLICHEN und dessen WIDERSPIEGELUNG durch die GNADE.

Adam im Garten Eden war ins Gewand der GNADE Gehüllt, und durch die ”Erblindung des Baumes des Todes” verliert er das LICHT der GNADE und SPIEGELT nicht mehr das GÖTTLICHE ANTLITZ WIDER, sondern nur das ”nackte” Menschliche Antlitz. Die GÖTTLICHE GNADE SPIEGELT sowohl das GÖTTLICHE ANTLITZ, als auch die Antlitze der Schöpfung WIDER und Verklärt sie im LICHT des SEHENS. Der Mensch ”erblindet” wenn die GNADE (ihn und sein Sehen) nicht mehr verklärt, wenn SIE das SEHEN nicht mehr bewirkt.

Darum spricht die Mystik der Heiligen Väter über das SEHEN durch die GNADE (mehr kann man darüber lesen in unseren früheren Werken, ”Der Mensch, die GEHEIMNISVOLLE GRENZE”, ”Die Verteidigungsantwort”, ”Der Geronta aus den Karpathen”, ”Ecce HOMO”, ”DER CHRISTLICHE LEIB”).

Die Essenz des ANTLITZES ist der BAUM des GÖTTLICHEN LEBENS und das SEHEN durch die GNADE ist die ”Verbindung zwischen” dem GÖTTLICHEN ANTLITZ und dem Antlitz der Schöpfung-dem Geschöpf-dem Baum des Todes.
Der Mensch SIEHT sein Menschliches Antlitz nur durch die GNADE, die gleichzeitig sein SIEGEL des GÖTTLICHEN ANTLITZES WIDERSPIEGELT.

Wenn der Mensch nicht durch die GNADE SIEHT, erblindet das Erschaffene- Menschliche Antlitz und er Sieht sich als ”tot-nackt”; wenn er nicht durch die GNADE das ANTLITZ-das GÖTTLICHE SIEGEL SIEHT, erblindet er auch Wesenhaft und die GÖTTLICHE WIDERSPIEGELUNG wird ihm entrissen.

Der Mensch hat auf diese Weise eine ”doppelte-Erblindung”, die Erblindung des Antlizes-des Menschlichen Geschöpfes (die Nacktheit-den Tod) und die GÖTTLICHE Erblindung (die Entfremdung vom GÖTTLICHEN).

Das ist die Hesychastische Mystik, die zu keiner Mystik passt, die einen ”antiken, metaphysischen Stil” hat oder von einer ”universellen Essenz” spricht.

Es stellt sich die Frage, ob der Christliche Hesychasmus auch einen ”mystischen Ökumenismus” entwickeln kann – das ist eine äußerst delikate Frage.

Der Hesychasmus ist weder ”die Mystik der Erblindung-der Dunkelheit des Todes”, noch die ”Mystik des ”Eintritts in das GÖTTLICHE” (wie die nichtbiblischen Mystikformen es sind). Sie ist weder die Mystik des Leibes, noch der Seele, sondern die Mystik des ANTLITZES und der GNADE, eben das, was die anderen Mystikformen ausschließen.

Im Hesychasmus ist das ANTLITZ der INKARNIERTE SOHN GOTTES, CHRISTUS, und die GNADE ist die Wieder-Eröffnung des MYSTERIUMS zwischen ”dem Tod und dem LEBEN” bis in die EWIGKEIT- in das REICH GOTTES, das heißt die Transfiguration des Gartens Eden- die eigentliche ERLÖSUNG des Menschen. Der Hesychasmus ist nicht ”die VEREINIGUNG in der GÖTTLICHEN Essenz”, sondern der ALTAR der EWIGKEIT zwischen dem Baum des Todes und dem BAUM des LEBENS, wo die Welt dem GÖTTLICHEN beim HEILIGEN ABENDMAHL BEGEGNET.

Der Hesychasmus ist ”LITURGIE”, sie ist LITURGISCHE HOCHZEIT, und nicht ”feministische Hochzeit”. Der Hesychasmus ist vollständig PRIESTERLICH, er ist die HOCHZEIT des SOHNES, die der VATER Macht, die EWIGE BEGEGNUNG von SOHN und VATER, in der VERKLÄRUNG des HEILIGEN GEISTES. Das ist der Hesychasmus!

Wir stellen erstmals die Grundmerkzeichen der Hesychastischen Mystik.
Ihr könnt sie nich von Anfang an verstehen.

Wenn ihr euch die Hesychastische Praxis aneignen wollt, müsst ihr alle Einzelheiten beachten und nur so werdet ihr ins MYSTERIUM der Hesychastischen Praxis eintreten können.


Hundert VERSE über den Hesychasmus


I

1. Der Hesychasmus ist die Christliche Orthodoxe Mystische Praxis.

2. Die Hesychastische Praxis ist ”das GEHEIMNISVOLLE Suchen des ANTLITZES des Menschen”, der die Aufgabe hat, eine LEBENDIGE GABE am ALTAR zwischen Welt und GOTT zu werden.

3. Der Mensch im Garten Eden war am KREUZWEG zwischen der Welt-dem Baum des Todes und GOTT-dem BAUM des LEBENS, an der GRENZE, die ein ALTAR war, wo der Mensch die WAHL der EWIGKEIT treffen sollte, denn Adam im Garten Eden war unsterblich, aber er besaß nicht die EWIGKEIT-die Hesychie- das RUHEN- die Erfüllte Stille.

4. Mystik bedeutet Mysterium-GEHEIMNIS und der Mensch ist weder Welt noch GOTTHEIT, er ist das GEHEIMNIS-das Mysterium ZWISCHEN Welt und GOTT.

5. So suche nach dem GEHEIMNIS-der Mystik weder in der Welt, noch in GOTT, sondern DAZWISCHEN, auf dem GEHEIMNISVOLLEN ALTAR, wo die BEGEGNUNG der Welt mit GOTT durch den Menschen geschieht.

6. Der Mensch muss sich Selbst als Geschöpf erkennen, weil er nicht in Sich Selbst GÖTTLICH ist, sondern er hat die AUFGABE, ”die Welt in eine GABE zu Verwandeln”, damit GOTT KOMMT und sie EMPFÄNGT.

7. Der Mensch kann nicht in das GÖTTLICHE EINTRETEN, weil er vernichtet wird, darum errichtet er einen ALTAR- PLATZ, noch kann das GÖTTLICHE in den MENSCHEN Eingehen, weil er ebenso vertilgt wird, sondern nur an der GRENZE zwischen der Welt und dem GÖTTLICHEN ist ”der PLATZ der BEGEGNUNG und der Eröffnung der EWIGKEIT.”

8. Im Menschen ist das SIEGEL des ANTLITZES GOTTES, aber die BEGEGNUNG MIT GOTT ist nur an der GEHEIMNISVOLLEN GRENZE.

10. Wie du zwischen Welt und GOTT STEHST, das ist die Hesychastische Praxis.


II

11. STEHEN zwischen Welt und GOTT bedeutet die Eigene VERNEIGUNG; entdeck das Geheimnis der VERNEIGUNG und du wirst die Hesychastische Praxis entdecken.

12. Der Mensch ist weder ”rechts noch links”, sondern er ist DAZWISCHEN, wie eine KREUZIGUNG- ein SCHNITTPUNKT, so dass die sogenannte Freiheit des Menschen dieses DAZWISCHEN ist, was bedeutet weder in die Sklaverei der Welt noch in die Vernichtung im GÖTTLICHEN zu fallen, denn nur eine Rechts- oder nur eine Linksfreiheit ist unzureichend und falsch, allein die Freiheit in beiden Richtungen ist vollständig und Wahr.

13. Hier fallen die Engel und der Mensch in Sünde.

14. Fang mit der Praxis der VERNEIGUNG an.

15. Die Heiligen standen mit ausgestreckten Armen wie auf dem KREUZ, oder sie VERNEIGTEN sich mit einer Handgeste, sie verrichteten hunderte bis tausende Verbeugungen oder Niederwerfungen, stunden - oder sogar tagelang.

16. Fang auch du progressiv und mit so viel wie möglich an, auch wenn du dich dazu zwingen musst; mach - zig, hunderte oder tausende von VERNEIGUNGEN jeden Tag.

17. Es scheint etwas ”formales” zu sein, aber am Anfang ist es wie einen ALTAR aus Stein und Erde bauen, der später HEILIGE STÄTTE wird.

18. Die VERNEIGUNG hat in sich ein WUNDER, weil sie dich HÄLT in dem GEHEIMNISVOLLEN zwischen Welt und GOTT, das dein BEWUSSTSEIN der HEILIGEN WAHL weckt, die weder in der gefallenen Welt, noch im Dämonismus der Selbstanbetung zu finden ist.

19. Im Garten Eden hat Adam sich nicht VERNEIGT und so hat er seine AUFGABE-das ANTLITZ nicht entdeckt, das darin besteht, das ZWISCHEN-ALTAR zwischen Welt und Göttlichem zu sein.

20. Die Engel, die sich nicht VERNEIGTEN, wurden Dämonen; der Mensch, der sich nicht VERNEIGTE, fing an, vom Baum der Welt zu essen-ihn zu verbrauchen.

21. Der Mensch Sprach im Garten Eden mit GOTT, aber er VERNEIGTE sich nicht vor Ihm, weil der Mensch die Verneigung Frei und direkt, als ein Eigenes ANTLITZ, hätte verrichten sollen, denn GOTT Verlangt nicht die Verneigung, aber Er EMPFÄNGT sie als eine GABE.

22. Bringe die erste GABE GOTT dar; VERNEIGE dich vor IHM, das ist der Anfang der Hesychastischen Praxis.


III

23. Es folgt die GEHEIMNISVOLLE NENNUNG, an der GRENZE- am ALTAR; Der Mensch hat in Sich sowohl die Nennung der Welt als auch die NENNUNG GOTTES; die beiden NENNUNGEN müssen als GABE auf dem ALTAR DARGEBRACHT werden.

24. Es hätte geschehen sollen, dass der Mensch im Garten Eden den NAMEN der VEREINIGUNG zwischen Welt und GOTT ENTDECKT, die im NAMEN des SOHNES GOTTES erfüllt wird, Der sich VERLEIBLICHT als GOTT-MENSCH und Mensch-GOTT.

25. Das ANTLITZ der Menschen im Garten Eden war eine Vorausgestaltung des SOHNES GOTTES, der die GANZE GABE am ALTAR zwischen Welt und GOTT DARBRINGEN kann.

26. Das ist der Biblische Hesychasmus, das ANTLITZ CHRISTI, das FINDEN des ANTLITZES des Menschen.

27. Fang mit der VERNEIGUNG, der Vorbereitung des Altares, an, Entdeck Dein Eigenes ANTLITZ in der Widerspiegegelung des NAMEN JESU CHRISTI und setze damit in der Hesychastischen Praxis fort, täglich und auch in der Nacht wenn du kannst.

28. Verrichte so viele VERNEIGUNGEN wie möglich, HALTE an der GRENZE der VERNEIGUNG AN und mit den Augen des Leibes und des Verstandes - der Seele Schau die GABE des NAMENS JESU CHRISTI an und VERHARRE so lange wie möglich in der VERNEIGUNG vor dem TABERNAKEL des GEHEIMNISVOLLEN NAMENS.

29. Du musst dazu gelangen, dass die VERNEIGUNG selbst den NAMEN AUSSPRICHT und der NAME soll die VERNEIGUNG mit GÖTTLICHER GNADE ENTFLAMMEN, bis es dir gelingt, auch Unbeweglich wie in einer IKONE zu VERHARREN.

30. Erst jetzt, nach der VERNEIGUNG und der NENNUNG, beginnt das MYSTERIUM des Mystischens SPRECHENS, das ist das eigentliche Hesychastische Gebet.

31. Man kann nicht direkt zum hesychastischen GEBET übergehen, sondern erst nach der VERNEIGUNG und der NENNUNG, denn nur durch diese können sich die GABEN der VERNEIGUNG und der NENNUNG in die BEGEGNUNG-das Hesychastische GEBET VERWANDELN.

32. Übe die VERNEIGUNG aus: mit dem Verstand, mit dem Leib, mit deinem ganzen Wesen, wenn du gehst, wenn du stehst, wenn du arbeitest... und auch die NENNUNG, bis sie zum Permanenten BEWUSSTSEIN werden.


IV

33. Im Garten Eden hat Adam nicht die Welt am ALTAR der VERNEIGUNG DARBEBRACHT, wo das MYSTERIUM der VERLEIBLICHUNG des SOHNES GOTTES sich VORAUSGESTALTETE.

34. Im Garten Eden hatte Adam nicht die NENNUNG, weil der GÖTLICHE SOHN hatte sich noch nicht in das ANTLITZ des Menschen INKARNIERT und so musste Adam WARTEN in der VERNEIGUNG, mit der Welt als GABE in der HEILIGEN DARBRINGUNG.

35. Adam aber BRINGT nicht die Welt zum ALTAR der VERNEIGUNG DAR, sondern ”er isst sie selbst auf”, und so fällt er in Sünde, vom Baum des Todes essend.

36. Darum hat die Hesychastische Praxis, wegen der Sünde, auch die Stufe: des FASTENS – ”nicht von den Dingen der Welt essen” und sie zuerst zum ALTAR der VERNEIGUNG Darbringen.

37. Es gibt noch die Tradition, dass man von etwas nicht essen soll, bis man nicht eine GABE davon zum ALTAR bringt.

38. Der Mensch taucht in ”die Sklaverei der Weltlichen Dinge” unter, in das Vergnügen-das Essen, die Selbstbefriedigung, die auch von GOTT getrennt ist.

39. Der Mensch zerstört seine HEILIGE AUFGABE – das ANTLITZ des Menschen und versinkt in die ”Dunkelheit des Todes”.

40. Aber der Mensch kann sich trotzdem aus dem ”Grab der Sünde” aufrichten, durch die Widerkehr zum Paradiesischen Zustand: er ”soll nicht mehr essen” aus dem Verbotenen Baum”.

41. Fang auch du mit der Praxis an, die darin besteht, nicht mehr vom Baum des Todes zu ”essen”.

42. Es ist schwer, weil alle Vergnügungen der Sünde sind in dir und sie haben sich dir ”eingeprägt” bis in die Tiefe.

43. HALTE jedes Vergnügen an den Weltlichen Dingen AN, und bring alle Dinge der Welt zum ALTAR der VERNEIGUNG; BRINGE zuerst jedes Antlitz der Welt am ALTAR DAR.

44. ”Die Sünde des verbotenen Essens” brachte die ”Tötung” mit, darum bedeutet das Fasten, dass du nichts mehr isst, was getötet wurde; Brot mit Früchten und Gemüse; die komplizierte ”Küche” ist die Folge der Leidenschaft der Selbstbefriedigung.

45. Die Askese des Fastens ist ein Großes GEHEIMNIS der Mystik, weil das Fasten nicht das einfache ”Essenverbot ” ist, sondern es die DARBRINGUNG der GABE der Welt am HEILIGEN ALTAR ist.

46. Wer das Fasten nicht durch die DARBRINGUNG Verklärt, ”fastet in Abwesenheit der SAKRALITÄT”; darin besteht der klare Unterschied zwischen einer ”Diät” und dem Mystischen Fasten und dem Ritualischen Fasten.


V

47. Das sind die Ersten Drei STUFEN der Hesychastischen Praxis: die VERNEIGUNG, die DARBRINGUNG, das Fasten.

48. Danach folgen andere Drei STUFEN. Das GEBET, die BEGEGNUNG, die VERWANDLUNG.

49. Die Mystikschulen sprechen über: Reinigung, Erleuchtung, Vereinigung, jede mit einem eigenen Komplex, oft umfassend (Sieh die Philokalischen Schriften der Heligen Väter).

50. Wegen der Sünde, kann man als Erste Stufe betrachten: die Reinigung, die Läuterung, die Reue.


VI

51. Die Zweite STUFE ist nur für die, die die Hesychastische Praxis wirklich suchen und wollen.

52. Auf der Ersten Stufe, werden die VERNEIGUNG und die NENNUNG als Gebet angesehen, aber das eigentliche GEBET beginnt darüber hinaus.

53. Die VERNEIGUNG und die NENNUNG sind das AKTIV zum Eingehen in das MYSTERIUM des GEBETES und darum müssen sie verrichtet werden.

54. Das GEBET ist RITUAL und das RITUAL ist GELÜBDE-EID und das GELÜBDE ist gegenseitige VERWANDLUNG.

55. Im GEBET werden die VERNEIGUNG und die NENNUNG Beibehaltet und fortgesetzt, aber diese Gehen in eine BESTÄTIGUNG des GELÜBDES-des EIDES zwischen dir und GOTT ein, die die BEGEGNUNG mit der VERWANDLUNG Hervorruft.

56. Das Ritual bringt das GÖTTLICHE und die Welt ANGESICHT vor ANGESICHT, und dazwischen wird ein GELÜBDE-ein EID Abgelegt.

57. Fürchterlich ist das GELÜBDE-der EID zwischen dir und GOTT; Wehe dem, der dieses GELÜBDE bricht.

58. Die VERNEIGUNG und die NENNUNG geschehen nicht mehr in ”einer leeren” BEGEGNUNG, sondern SIE haben ein EID abgelegt, wirklich und in der Tat ANGESICHT vor ANGESICHT zu STEHEN.

59. Unabhängig ob du mit dem Leib oder mit dem Verstand oder mit dem Geist das RITUAL des BETENS verrichtest, dieses RITUAL kann nicht mehr in Stücke zerlegt oder gebrochen werden, sondern es geht in eine ”glückliche Knechtschaft” der SAKRALITÄT ein.

60. Das Mystische GELÜBDE wird zu der sogenannten ”mystischen Torheit”, und ihre Bestätigung ist die ”mystische Jungfräulichkeit”.

61. Die verschiedenen Mystikformen sprechen über ”die mystische Hochzeit”, die bei vielen in ”falsche Selbstausschweifungen” fällt.

62. Vom biblisch-christlichem Gesichtspunkt aus betrachtet, ist das ANTLITZ der Mystischen HOCHZEIT das ANTLITZ des SOHNES- des BRÄUTIGAMS- des GÖTTLICH- Weltlichen JUNGFRÄULICHEN JÜNGLINGS.

63. Dieses ist noch ein GROßES GEHEIMNIS der Hesychastischen Praxis: niemand kann das Mystische GEBET verrichten, außer im ”ANTLITZ des SOHNES-des BRÄUTIGAMS-des JUNGFRÄULICHEN JÜNGLINGS (der JUNGFRAU): niemand kann ANGESICHT vor ANGESICHT mit GOTT VATER STEHEN, außer das ANTLITZ Seines SOHNES.

64. Daher die Tradition, dass das MYSTISCHE RITUAL niemand verrichten kann, außer den BESTÄTIGTEN- den SÖHNEN GOTTES (die Priester, die Mönche, die Asketen.)

65. Daher auch die Hesychastische Tradition, dass die, die sich dem Hesychastischen GEBET widmeten, eine ”Bestätigung-einen SEGEN der Mystischen Geburt des Sohnes aus dem Vater” von einem Mystischen Geronta erhalten (das mystische Leben im Geist) mussten.

66. Daraus folgt, dass das ANTLITZ des Hesychastischen GEBETES das ANTLITZ CHRISTI, das ANTLITZ des SOHNES, die IKONE-das URMODELL des Zugangs zum GEBET ist.

67. Die antiken, metaphysischen Mystikformen bewahren noch ”verschwommene Erinnerungen” des RITUALS, aber in diesen Fällen ist das RITUAL von der HEILIGKEIT des GEHEIMNISVOLLEN GELÜBDES entleert, das durch CHRISTUS die GÖTTLICHE LIEBE wird – die Transfiguration durch das ANTLITZ der GEBURT des SOHNES aus dem VATER .

68. Das Ritual als ”antikes Opfer” (insbesondere das durch Tötung-Blutvergießen) ist ein Ritual der Läuterung-der Buße, während das Christliche RITUAL ist tötungsfrei wie das LEBENDIGE des SOHNES.

69. Das ist das MYSTERIUM des Hesychastischen GEBETES: die Verklärung und die VERWANDLUNG, die VERGÖTTLICHUNG durch das ANTLITZ des SOHNES, Der gleichzeitig auch die VERGÖTTLICHUNG durch die GÖTTLICHE GNADE bewirkt.

70. Nur über das ANTLITZ des SOHNES kann der ALLHEILIGE GEIST des VATERS mit Seiner Durchdringenden GNADE Herabsteigen.

71. Die Hesychastische Praxis ist dieses GEBET des ANTLITZES des SOHNES, das den Zugang ÜBER die GRENZE der Welt öffnet.

72. ”Sieh, Ich bin da, HERR, allumfassender VATER, im ANTLITZ DEINES SOHNES GEHÜLLT KOMME auch Ich, DEIN Geschöpf. Und Ich STEHE in der VERNEIGUNG vor deinem ANGESICHT, in einem Seligen GEHEIMNISVOLLEN VERHARREN, in Dem ich eine EWIGKEIT VERBLEIBEN möchte”.

73. ”Aus dem ANTLITZ DEINES SOHNES mache ich den GEHEIMNISVOLLEN ALTAR, und Verklärt-Verwandelt in das Antlitz des Sohnes der Schöpfung, komme auch ich – und sieh, DU EMPFÄNGST mich vor DEINEM ANGESICHT, wo niemand Stehen kann, ausser im ANTLITZ DEINES SOHNES. Denn das Geschöpf kann nicht vergöttlicht werden, außer durch das ANTLITZ des SOHNES, über welchem der ALLHEILIGE GEIST RUHT.”

74. "Mein GEBET als Geschöpf ist ALTAR- ANTLITZ des SOHNES, es ist das RITUAL, an der GRENZE- dem VERHARREN in der LIEBE des SOHNES zu STEHEN, weil die LIEBE ist das GEBET.”

75. Das ist die Hesychastische Praxis, die FINDUNG und die ERFÜLLUNG im ANTLITZ des SOHNES, in Dem auch das Geschöpf Vergöttlicht werden muss.

76. Das GEBET ist das GEHEIMNISVOLLE SPRECHEN zwischen dem Sohn, der sich VERNEIGT und Sich zum VATER BEKENNT, und dem VATER, die LIEBE der EWIGKEIT.

77. Die Hesychastische Praxis ist das Ersteigen der Ersten STUFE: die VERNEIGUNG und die BENENNUNG des ANTLITZES des SOHNES, um zur STUFE der VERWANDLUNG in das ANTLITZ des Sohnes zu gelangen, durch Das die GABE des ANTLITZES des SOHNES zum RITUAL des GEBETES- des SPRECHENS der GÖTTLICHEN LIEBE werde.

78. So ist die ”Hesychastische Praxis” nicht die Mystik der ”sogenannten Vergeistigung”, der Reduzierung der Welt zu einer ”Essenz”, sondern die Mystik des ”Austritts aus der Sünde des Todes” und die der ERFÜLLUNG des ANTLITZES des Menschen, die GEHEIMNISVOLLE GRENZE zwischen Welt und GOTT dem SCHÖPFER.

79. Der Mensch ist die EINHEIT zwischen der Welt und dem GÖTTLICHEN.

80. Der Mensch ist nicht ein Erzeugnis der Natur, sondern er ist die Über -Natur, er ist aus der ”Erde der Welt” und dem ODEM GOTTES erschaffen, die das ANTLITZ des Menschen- die GRENZE zwischen der Welt und dem GÖTTLICHEN werden. Der Mensch ist die EINHEIT, also nie ein ”Teil”, weder nur Natur-Welt, noch nur GÖTTLICHKEIT, sondern das ZWISCHEN- BEGEGNEN (ohne Ausschluss).

81. Der Mensch ist nicht ”eine Struktur der Erschaffenen Natur” und eine Struktur der GÖTTLICHEN GEISTIGKEIT (wie die Metaphysiker behaupten), sondern der Mensch ist ausschließlich ein GANZES-ANTLITZ des Menschen, die GRENZE ZWISCHEN dem Leib der Welt und dem GÖTTLICHEN GEIST.

82. Die Sünde zerteilt das GANZE des Menschen in eine ”Struktur des Memorials”, als Leib und Seele, die sich gegenseitig vernichten.

83. Der Leib und die Seele in Abwesenheit des GANZEN ANTLITZES des Menschen befinden sich in einer Anormalität der Sünde.

84. Die Hesychastische Mystik ist nicht die Mystik ”im” Leib, auch nicht die ”in” der Seele, sondern nur die im GANZEN ANTLITZ des Menschen, im ANTLITZ des SOHNES- der GÖTTLICHEN Ähnlichkeit.

85. Der sündige Leib muss sich sein Menschliches ANTLITZ und auch die Seele soll sich das Menschliche ANTLITZ suchen, aber nicht in den eigenen ”leiblichen und Geistigen” Erscheinungen (die Selbst-Vergöttlichungen mit dämonischen Wahnvorstellungen erzeugen).

86. Sowohl der Leib als auch die Seele haben in Sich ”das MEMORIAL” des ANTLITZES des Menschen, das oft mit dem GÖTTLICHEN verwechselt wird; deshalb die Mystische Sorge um das Unterscheiden des Geistes im Leib und in der Seele von dem GÖTTLICHEN GEIST des ANTLITZES des SOHNES, als dem GANZEN ANTLITZ des Menschen.

87. Die GÖTTLICHE GNADE kann sowohl das Leibliche als auch das Seelische ”DURCHLEUCHTEN”, aber das GEISTIGE SEHEN kann nur das GANZE ANTLITZ des Menschen haben, darum ist die Hesychastische Mystik eine IKONISCHE Mystik des ANTLITZES.

88. Nur das ANTLITZ des Menschen kann die GABE- das WEIHBROT der Welt im LITURGISCHEN BILD DARBRINGEN, damit sie der GÖTTLICHE LEIB des GÖTTLICHEN SOHNES wird.

89. Nur die Biblisch-Christliche Mystik ist die LITURGISCHE Mystik, die anderen Formen sind entweder nur ”vorausgehende”, oder psychisch-physische Strukturen entleert vom ANTLITZ (davon der Panteismus und die Selbstvergöttlichung in der Ent-personalisierung des Menschen, bis zur ANTLITZ-losen ”Essenz”).

90. Das ANTLITZ- lose Gebet, das nur ”Geistig wesentlich-essentiel” wäre, ist nicht das Hesychastische Gebet, darum im Hesychasmus Sucht der Mensch Sein ANTLITZ des Menschen-des SOHNES, das einzige, das vor dem ANGESICHT GOTT des VATERS STEHEN kann.


VII

91. Es folgen andere Drei STUFEN der Hesychastischen Praxis: die EUCHARISTISCHE VERWANDLUNG, das HEILIGE ABENDMAHL, die EUCHARISTIE.

92.Wenn bis jezt jeder Zugang haben kann, werden von nun an nur die, die ”das GEWAND der HOCHZEIT” tragen, ”zugelassen”; wer ”heimlich und verstohlen” hineingeht, wird hart bestraft.

93. Der Mensch, der vor GOTT VATER als GABE des SOHNES DARGEBRACHT WIRD, VERWANDELT sich ”noch einmal” in den EUCHARISTISCHEN LEIB CHRISTI, den Absoluten GÖTTLICHEN SOHN, Der auch uns in Sein ANTLITZ ÜBERNIMMT, wie der WEINSTOCK alle seine ”jungen Triebe”.

94. Achtung! Es gibt Zwei VERGÖTTLICHUNGEN im Hesychasmus, die Erste durch die VERWANDLUNG in das ANTLITZ des SOHNES (der vor dem VATER STEHT) und die Zweite, die VERWANDLUNG - ÜBERNAHME-VEREINIGUNG ZUM EINEN (WEINSTOCK) SOHN -CHRISTUS.

95. Die Erste ist eine Persönliche Vergöttlichung, die ZWEITE ist eine Kosmische und Über-kosmische EUCHARISTISCHE VERGÖTTLICHUNG, die zum Kosmischen, HEILIGEN ABENDMAHL wird, wo Himmel und Erden gleichzeitig sind, wo die Welt und GOTT am ANTLITZ der EWIGKEIT sich EUCHARISTISCH VEREINEN.

96. Auf dieser Stufe, braucht die Hesychastische Praxis einen tüchtigen Geistigen Vater und Wegweiser, denn wer ”ein frecher Dieb” ist, der wird wie die Engel, die Dämonen wurden, bestraft.

97. VERHARRE an der GRENZE ”des Fastens und der VERNEIGUNG”; VERHARRE im IKONISCHEN GEBET im ANTLITZ der LIEBE des SOHNES vor dem ANGESICHT des VATERS, BLEIB EINE EWIGKEIT STEHEN, und dieser ZUSTAND-diese GEHEIMNISVOLLE GRENZE wird sich ÖFFNEN auch in die EUCHARISTISCHE EWIGKEIT, die nur der ALLHEILIGE GEIST durch Sein GEHEIMNIS vollzieht, das ALLES VEREINT in dem EINEN LEIB des INKARNIERTEN SOHNES: CHRISTUS GOTT und der Welt, gleichzeitig und ohne Vermischung.

98. Lass dich nicht von der ”Schlange -dem Dämon” betrügen, dass du die ”Magie des Baumes der Verführung-des Todes” oder den Dämonismus der gefallenen Engel, der antlitzlosen Vergeistigung betreibst...

99. BLEIB an der GEHEIMNISVOLLEN GRENZE zwischen Welt und GOTT STEHEN, BLEIB UNBEWEGT wie in einer IKONE, HALTE am ALTAR des ANTLITZES der LIEBE des SOHNES AN; VERHARRE im VERHARREN selbst an der GRENZE und dadurch wirst du ins JENSEITS HINÜBERSCHREITEN.

100. Die Hesychastische Praxis ist die Mystik des Absoluten VERHARRENS, die Hesychie-die Ruhe -der absolute FRIEDEN; aber sie ist nicht das ”Verharren in der Leere” (wie bei den metaphysischen Mystikformen), sondern das VERHARREN in der GANZHEIT der Welt und GOTTES, die wie in der IKONE sich BEGEGNEN und RUHEN, in der LIEBE der EWIGKEIT, im ANTLITZ des SOHNES-ANTLITZ der EWIGKEIT.


(Hieromönch Ghelasie Gheoghe, die Auswahl ”Hesychasmus”; siehe Hierom. Ghelasie Gheorghe, ”Hundert VERSE über den Hesychasmus”, die Zeitschrift ”Sinapsa”, nr. II/2008, SS. 193-197).

Übersetzung aus dem Rumänischen von Monica Lassarén.

Die rumänische Version kann man hier finden.

marți, 1 iunie 2010

Vater Ghelasie: "AKATHISTOS des Heiligen ABENDMAHLES" (Übersetzung: Monica Lassaren)












Das Heilige Abendmahl, Stavronikita, XV Jh.

Es wird vor dem HEILIGEN ABENDMAHL gelesen und auch öfter, als unmittelbarer Akathistos zu HERRN JESUS CHRISTUS.

Nach dem gewöhnlichen Anfang sagt man:


Der 1. Kondak

Vor dem Zeitbeginn, durch Dein BILD, SOHN und WORT GOTTES, Zeugtest und Erschufst Du alles, und nachher NAHMST Du Selbst MENSCHLICHE GESTALT AN und Verwandelst die Welt in deinen GÖTTLICHEN LEIB:
O JESUS, in deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 1. Ikos

Wenn Dein GÖTTLICHER LEIB nicht wäre, HERR JESUS, und wenn die Welt an IHM im HEILIGEN ABENDMAHL nicht TEILHÄTTE, würde sie im Dunkel von unten bleiben und sie wurde nie Ihren Schöpfer Sehen und Ihm Begegnen.

O JESUS, der GÖTTLICHE LEIB der Welt;
O JESUS, die BEGEGNUNG zwischen GOTT und der Welt;
O JESUS, der GÖTTLICHE LEIB, die Überschreitung der “unübertretbaren Grenze”;
O JESUS, die Offenbarung des Jenseits jeder Erscheinung;
O JESUS, die GÖTTLICHKEIT, die auch in die WELT sich Ergießt;
O JESUS, die aus GOTT selbst geöffnete TÜR;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 2. Kondak

Wie soll Der aus dem absoluten Unendlichen auch in einem ENDLICHEN Aufgenommen werden? Das ist das unergründliche Mysterium, durch welches Du, der SOHN GOTTES, in beidem gleichzeitig bist, damit die Welt und GOTT sich von ANGESICHT zu ANGESICHT Gegenüberstehen, im Gesang von: HALLELUJA!

Der 2. Ikos

Am Anfang war das WORT und das WORT wurde LEIB, die Welt wurde durch ES erschaffen, und in IHM, dem GÖTTLICHEN LEIB, wird alles VEREINT.

O JESUS, das GÖTTLICHE BILD der Welt;
O JESUS, das WORT, das LEIB wurde;
O JESUS, die zweifaltige LIEBE;
O JESUS, die GÖTTLICHE LIEBE und die LIEBE der Welt;
O JESUS, das Mysterium, durch das alles Erschaffen wurde;
O JESUS, Du, Der dann Selbst MENSCHLICHEN GESTALT ANNAHMST.
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 3. Kondak

Wer kann das Mysterium aussprechen, durch das Du, der SOHN GOTTES, auch im Bild der Welt Dich ZEIGST, und noch mehr, wie Du ihren Leib Annahmst, außer nur im Gesang von: HALLELUJA!

Der 3. Ikos

O GÖTTLICHE LIEBE, wie kannst Du Dich auch in eine Liebe des Geschöpfes Ergießen? O JESUS, ZWEI LIEBEN, die gleichzeitig in Deinem GÖTTLICHEN LEIB sich VEREINEN!

O JESUS, die GÖTTLICHKEIT mit dem Bau der Schöpfung in den Armen;
O JESUS, auch das Geschöpf mit GOTT Umschlungen;
O JESUS, gleichzeitig der GÖTTLICHE SOHN und der SOHN der Welt;
O JESUS, die aus “Dem Über-allem-erhaben” niedergestiegene GABE;
O JESUS, auch die Gabe des Geschöpfes;
O JESUS, der GÖTTLICHE LEIB – die in der Ewigkeit EMPFANGENE GABE;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 4. Kondak

Du Erschufst Himmel und Erde, die Engel und die unzähligen Geschöpfe, und den Menschen ERWÄHLTEST Du, das Bild deiner FLEISCHWERDUNG zu sein, in dem großen Gesang von: HALLELUJA!

Der 4. Ikos

Himmel und Erde VEREINTEST Du in dem Bild des Paradieses, um Es dann in Deinen LEIB – den BAUM des LEBENS zu verwandeln, aber der Mensch fiel in Sünde und das Paradies ging ihm verloren.

O JESUS, der SCHÖPFER des Himmels und der Erde;
O JESUS, Der Du von JENSEITS Herabstiegst:
O JESUS, Der Du auch die Welt zu Dem, Das über allem Erhaben ist, Erhebst.
O JESUS, das Fenster der GÖTTLICHKEIT Selbst;
O JESUS, auch das Fenster der Welt zur GÖTTLICHKEIT;
O JESUS, das Zweifaltige SEHEN über die “absolute Grenze”;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 5. Kondak

Die Erschaffung des Himmels und der Erde war wie ein Vorausgehen Deiner MENSCHWERDUNG, und so wird das Mysterium über alles Aussprechliche durch Dich, HERR JESUS CHRISTUS, bewahrheitet, damit alle Singen: HALLELUJA!

Der 5. Ikos

Das WORT, durch welches Du alles Erschufst, hatte in sich auch die VERKÜNDIGUNG Deiner MENSCHWERDUNG, und so ist das WORT, das LEIB wird, die ERFÜLLUNG.

O JESUS, Der Du die Welt zu Deinem LEIB machst;
O JESUS, Du bist auch die LIEBE der Welt, die gleichzeitig mit GOTT sein kann;
O JESUS, Der Du auch dem Geschöpf das BILD der SOHNWERDUNG GIBST;
O JESUS, den Übergang über die “Zweifaltige Natur”;
O JESUS, der Du Das Unsichtbare und das Sichtbare gleichzeitig bist;
O JESUS, der ALTAR zwischen den “Beiden Welten”, die sich sonst nicht Begegnen können;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 6. Kondak

Das ganze Mysterium der Welt ist das Mysterium des GÖTTLICHEN LEIBES, denn durch ES beginnt und Endet alles, und alles, was Geboren wird, sich in Seiner Ewigkeit VEREINT, im Gesang von: HALLELUJA!

Der 6. Ikos

Alles Erschaffene Verbildlicht den GÖTTLICHEN LEIB im voraus, und alle Geschöpfe KLEIDEN sich mit Seinem BILD, und in Ihm VEREINEN Sie sich beim “GEHEIMEN ABENDMAHL”.

O JESUS, das GEHEIME ABENDMAHL der GÖTTLICHKEIT;
O JESUS, das ABENDMAHL, die letzte ERFÜLLUNG von allem;
O JESUS, das GÖTTLICHE FEST Deiner MENSCHWERDUNG in der Welt;
O JESUS, das EINGEHEN auch der Welt in die Ewigkeit;
O JESUS, der EMPFANG der Welt “Neben” GOTT;
O JESUS, die unendliche FREUDE des Geschöpfes, von Angesicht zu Angesicht mit GOTT zu sein;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 7. Kondak

Nehmt und Esst, das ist Mein LEIB... Trinkt, das ist Mein BLUT”... ist das GROßE WORT im Himmel und auf Erden, das BUCH des LEBENS, das zum BAUM des LEBENS, und dieser dann zum “GÖTTLICHEN BROT” wird, zum Gesang von: HALLELUJA!

Der 7. Ikos

”Wenn Ihr nicht vom LEIB des MENSCHENSOHNES Essen und Sein BLUT Trinken werdet, werdet Ihr kein LEBEN in euch haben”, ist der fürchterliche RUF an uns alle.

O JESUS, das ERSTE WORT;
O JESUS, das BUCH des LEBENS im Himmel;
O JESUS, der BAUM des LEBENS im Paradies;
O JESUS, die GEBURT, mit LEIB, aus der JUNGFRAU;
O JESUS, der FLEISCHGEWORDENE – das BROT des LEBENS;
O JESUS, der Gekreuzigte und AUFERSTANDENE, der ABENDMAHLLEIB,
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 8. Kondak

Die ganze Erschaffung der Welt, ihr Leben und ihr Wachsen ist “das WERK des GÖTTLICHEN LEIBES”, und alles strebt zur VERKÖRPERUNG in Ihm und VEREINT sich im Gesang von: HALLELUJA!

Der 8. Ikos

Wenn das BUCH des LEBENS nicht zum BAUM des LEBENS wird, und wenn dieser nicht die Frucht der FLEISCHWERDUNG aus der JUNGFRAU trägt, wird der GÖTTLICHE LEIB nicht VOLLENDET.

O JESUS, der SINN selbst der WELT;
O JESUS, das GÖTTLICHE WIRKEN Selbst in Seiner Schöpfung;
O JESUS, Du, Den die Sünde nicht “hinderte”;
O JESUS, Der Du die Sünde durch das KREUZ besiegtest;
O JESUS, Du Der nur im GÖTTLICHEN LEIB der WAHRE bist;
O JESUS, Der nur durch Deine MENSCHWERDUNG der SOHN GOTTES und der Welt bist;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 9. Kondak

“GOTTVATER, sieh, da ist Deines vom Deinigen” - dieses war und ist das GROßE WORT, durch welches auch der HEILIGE GEIST Herabsteigt zum Gesang von: HALLELUJA!

Der 9. Ikos
Alles im Himmel und auf Erden ist die LITURGIE der VERWIRKLICHUNG Deines GÖTTLICHEN LEIBES, o JESUS, und der HEILIGE GEIST SELBST KOMMT, IHN zu VERWIRKLICHEN, in dem ER die ganze Schöpfung Vereint.

O JESUS, Der Du die Sünde verbrannst;
O JESUS, Der Du die Welt wieder in ihr erstes Bild Verklärtest;
O JESUS, die LIEBE, die das tödliche Böse auslöschte;
O JESUS, Der Du uns Deinen GÖTTLICHEN LEIB nicht entzogst;
O JESUS, das BROT des LEBENS, mehr als “das himmlische Manna”;
O JESUS, der ERLÖSER und die Ewigkeit aller Geschöpfe;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 10. Kondak

Das LEBEN im Himmel und auf Erden ist “die LITURGIE Deines GÖTTLICHEN LEIBES”, und wenn diese eines Tages ”aufhören” würde, würde auch die Welt untergehen, denn nur in dieser LITURGIE ist das LEBEN und der Gesang von: HALLELUJA!

Der 10. Ikos

Kommt alle zur LITURGIE des GÖTTLICHEN LEIBES CHRISTI, kommt zur Quelle der Unsterblichkeit und zur ERFÜLLUNG der Ewigkeit.

O JESUS, Der Du zusammen mit dem HEILIGEN GEIST Bist, die LITURGIE der GÖTTLICHEN LIEBE;
O JESUS und HEILIGER GEIST, die Ewige ERBARMUNG;
O JESUS und HEILIGER GEIST, lass uns nicht im Dunkel von unten;
O JESUS und HEILIGER GEIST, Gib uns das nie untergehende LICHT;
O JESUS und HEILIGER GEIST, empfinde keinen Abscheu vor unserer Verderbtheit;
O JESUS und HEILIGER GEIST, EMPFANG uns auch im GÖTTLICHEN LEIB;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 11.Kondak

Wer ist würdig, an dem GÖTTLICHEN LEIB TEILZUHABEN? O JESUS und ALLERHEILIGSTER GEIST, nur durch DEIN ERBARMEN am ALTAR können wir IHN auch “BERÜHREN”, im Gesang von: HALLELUJA!

Der 11. Ikos

Das TEILHABEN an dem GÖTTLICHEN LEIB ist nicht für diese Welt, sondern für die NÄCHSTE und die Ewige, aber Du gibst uns ihren “VORGESCHMACK”, damit auch wir in das Höchste EINGEHEN können.

O JESUS, als GÖTTLICHER LEIB, der WAHRE CHRISTUS der Welt;
O JESUS, Der als der ERLÖSER Gekreuzigte ;
O JESUS, Der als das Vergöttlichte Geschöpf AUFERSTANDENE;
O JESUS, GÖTTLICHER LEIB, die VEREINIGUNG von allem;
O JESUS, GÖTTLICHER LEIB, die IKONE von OBEN und von Unten:
O JESUS, GÖTTLICHER LEIB und das Ewigwerden der Welt;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 12. Kondak

HERR JESUS CHRISTUS, auch ich der Sünder habe nur in Deinem LEIBE LEBEN, und darum kann ich die VEREINUNG mit Dir nicht entbehren, damit auch in mir Dein WIRKEN Sich ERFÜLLE, im Gesang von: HALLELUJA!

Der 12. Ikos

O JESUS und HEILIGER GEIST, die LITURGIE des GÖTTLICHEN LEIBES;
O JESUS und HEILIGER GEIST, die LIEBE der Ewigkeit;
O JESUS und HEILIGER GEIST, die LIEBE, in der sich alles VEREINT;
O JESUS und HEILIGER GEIST, verbrenn´ auch meine Sünden;
O JESUS und HEILIGER GEIST, entzieh´ mir die Letzte VEREINIGUNG nicht;
O JESUS und HEILIGER GEIST, auf den Knien liegend, NEHME ich am ABENDMAHL TEIL;
O JESUS, in Deinem GÖTTLICHEN LEIB Erfüllt sich Anfang und Ende!

Der 13. Kondak

Der SCHATZ des Himmels und der Erde, o GÖTTLICHER LEIB Deiner LITURGIE, JESUS und ALLERHEILIGSTER GEIST, mit ANBETEN sollen wir uns verbeugen, damit auch wir uns der Großen GNADE des ABENDMAHLES würdig erweisen, und so VOR GOTT dem VATER Stehen können, ewig singend: HALLELUJA!

(Dieser Kondak wird dremal wiederholt.)

Dann liest man den 1. Ikos, den 1. Kondak noch einmal.


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 124-134. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Rumänische Version befindet sich hier.
Die Englische Version befindet sich hier.

luni, 31 mai 2010

Vater Ghelasie: "Akathistos des Heiligen Schutzengels" (Übersetzung: Monica Lassaren)


Der Hl. Erzengel Michael (Ikonograph: Hl. Andrej Rubljow)













(Man liest es individuell als Gebetregel, täglich oder wenigstens einmal in der Woche).

Der gewöhnliche Anfang...

Der 1. Kondak

Hochgeehrt sei das Engelsbild durch Dich, den Schutzengel, Du, der von OBEN zu uns herabsteigst, damit Himmel und Erde sich Begegnen, und lass uns so Singen: Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 1. Ikos

Der Himmel ist das Engelsbild und die Erde ist das menschliche Bild, die im BILD CHRISTI sich VEREINEN und so spricht die ganze Schöpfung mit dem SCHÖPFER Selbst.

Heiliger Engel, bei meiner Geburt Wähltest Du mich;
Heiliger Engel, bei meiner Geburt Verlangtest Du mich von dem HERREN;
Heiliger Engel, Du gewannst meinen Gehorsam,
Heliger Engel, Mit deiner Himmlischen Kraft stärktest Du mich;
Heiliger Engel, mit Deiner Liebe Kleidest Du mich an;
Heliger Engel, in Deinen Armen empfingest Du mich aus GOTTES HÄNDEN;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 2. Kondak

Aus meiner Mutter Schoß Nahmst Du Dich meiner an und ständig sprachst Du mit mir im Verborgenem über das HIMMLISCHE und seitdem weiß ich von Deinem Gesang von: HALLELUJA!

Der 2. Ikos

So vieles lehrtest Du mich und, im Leben angekommen, Zogst mich wie ein Kind auf, damit auch ich den SCHÖPFER aller Dinge Erkenne.

Heliger Engel, Du wußtest, daß ich in meinem Leben sündigen werde;
Heiliger Engel, Du Glaubtest aber auch an meine Wiederkehr;
Heiliger Engel, Liebe, die durch nichts verringert wird;
Heiliger Engel, für einen nach GOTT Trachtenden sollst du mich gewinnen;
Heiliger Engel, Du bist nie müde, mich aus dem Bösen zu retten;
Heiliger Engel, der mich jeden Augenblick Schützst;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 3.Kondak

Wie kannst du nur, der Heller bist als die Sonne, zu mir, dem irdischen und finsteren kommen?...O, himmlische Liebe, Dir steht es zu, daß auch ich mit Liebe Singe: HALLELUJA!

Der 3.Ikos

O Sehr Geduldiger Heiliger Engel, der Du keinen Abscheu vor der Geringheit des Verstandes, der Gleichgültigkeit des Herzens und vor allen meinen Leidenschaften und meinem Unvermögen empfindest.

Heiliger Engel, Himmlische Erbarmung auf Erden;
Heiliger Engel, grenzenlose Geduld von OBEN;
Heiliger Engel, unerschütterlicher Glaube an meine ERLÖSUNG;
Heiliger Engel, Hoffen auf die Läuterung des Menschen;
Heiliger Engel, Fürbitter für die Vergebung der Sünden;
Heiliger Engel, der sicherste Helfer;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 4. Kondak

Großes GESCHENK seid Ihr, Engel, für uns, die Menschen, weil wegen der Sünde uns schwere Betrügereien bei jedem Schritt auflauern, und diese werden durch Euch verscheucht, um Singen zu können: HALELUJA!

Der 4. Ikos

Hilf auch mir, Heiliger Schutzengel, daß ich nicht in meinen Leidenschaften verharre und Bete zum guten GOTT, mir Gnädig zu sein.

Heiliger Engel, der Du mich Tag und Nacht Hütest;
Heiliger Engel, der Du Zeuge von allem, das meines ist, bist;
Heiliger Engel, der Du oft traurig meinetwegen wirst;
Heiliger Engel, der Du deine Augen vor meiner Verderbtheit bedeckst;
Heiliger Engel, der Du meine Unverschämtheiten erträgst;
Heiliger Engel, der Du Dein Gesicht nicht von mir abwendest;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 5. Kondak

Ständig spornst Du mich an, ein rechter Gläubiger zu sein, den Gehorsam und die Pflicht mit meiner ganzen Aufrichtichkeit zu erfüllen, alle meine Falschheiten und Bosheiten zu unterlassen, um zu singen: HALLELUJA!

Der 5. Ikos

O mein Heiliger Engel, wie Du mich mit dem wahren Bild, daß mir GOTT GAB, sehen wolltest, und wie würdest Dich Freuen, wenn auch ich dein Nachfolger würde!

Heiliger Engel, ich danke Dir für Deine Himmlische Liebe;
Heiliger Engel, Dein Glaube, dass auch ich Erlöst werde, verzehrt mich;
Heiliger Engel, Dein Warten auf meine Läuterung schmerzt mich;
Heiliger Engel, in Wahrheit sehe ich mich durch Dich;
Heiliger Engel, ich werde gewahr, wer ich bin;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 6. Kondak

Die Tage vergehen und ich nahe mich dem Grab, und ich sehe die ”Blöße” meines Lebens und ängstige mich, aber Du, mein Heiliger Engel, bist meine Ermunterung, durch den Gesang von: HALLELUJA!

Der 6. Ikos

Die Welt der EWIGKEIT ist ”Feuer und Verzehrung”, und was wird aus mir, dem Verderbten, übrigbleiben? Heiliger Engel, verlasse mich nie!

Heiliger Engel, was soll ich nur tun, denn ich habe nicht die ERFÜLLUNG des Lebens;
Heiliger Engel, wie soll ich nur ohne Frucht bleiben;
Heiliger Engel, wie soll ich in die EWIGKEIT ohne ”das GEWAND der Unsterblichkeit” eintreten;
Heiliger Engel, ich fürchte, dass ich nicht angenommen werde;
Heiliger Engel, ich erbebe vor dem rechten Gericht;
Heiliger Engel, ich schäme mich bitterlich;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 7. Kondak

O mein Heiliger Engel, aus GOTTES HÄNDEN übernahmst Du mich, zu GOTT sollst Du mich BRINGEN, wie einer, der es wagst, singend: HALLELUJA!

Der 7. Ikos

Wenn Du, mein Heiliger Engel, ”Kleidest” mich mit Deinen Bild, werde auch ich ”die erlösende Grenze” überschreiten.

Heiliger Engel, kehre nicht ohne mich in den Himmel zurück;
Heiliger Engel, verlasse mich nicht am Ort der Verlorenen verlassen;
Heiliger Engel, Bete für mich mehr denn je;
Heiliger Engel, bitte GOTT um meine Verzeihung;
Heiliger Engel, durch Deine Heiligkeit soll ich den Weg meines Lebens vollenden;
Heiliger Engel, durch Deine Liebe komme ich ans Ziel;
Heiliger Schutzengel, die Geistliche Freude!

Der 8. Kondak

O Mein Heiliger Schutzengel, die vom Himmel herabgestiegene Liebe, erhebe auch mich, den Irdischen, in das REICH GOTTES, so wie die letzte ERFÜLLUNG ist, um zu Singen: HALLELUJA!

(Es wird dreimal wiederholt.) Nachher liest man noch einmal 1.Ikos, 1. Kondak.


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 119-123. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Rumänische Version befindet sich hier.
Die Englische Version befindet sich hier.

vineri, 28 mai 2010

Vater Ghelasie: "Akathistos der Buße" (Übersetzung: Monica Lassaren)


Die Transfiguration, Ikonenmaler: Mönch Ilie 













Zum individuellen Lesen, als Gebetregel.

Der 1. Kondak

O HERR, ich fiel aus Deiner LIEBE, und in meinen Leidenschaften versank ich, im Dunkel von draußen, wo ich Von Dir getrennt bin; aber, o Herr, ich kann nicht ohne Dich, ich kann Dich nicht vergessen, so dass ich aus meiner Verderbtheit rufe:
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meiner ganzen Wesen weiterhin AN!

Der 1. Ikos

O Herr, ich, dein Geschöpf, bin der TRÄGER Deines BILDES, und mein Leben besteht darin, dieses GÖTTLICHE BILD durch mein BILD widerzuspiegeln, Es in mir Wachsen zu lassen und in Deiner ÄHNLICHKEIT zu sein; aber ich fiel in Sünde, in meinen Leidenschaften vergrab ich mich und Dein Bild verdunkelte sich in mir.

O Herr, vergib mir, daß ich aus Deinem BILD fiel;
O Herr, vergib mir, daß ich Deines BILDES ”verlustig” wurde;
O Herr, vergib mir, daß ich sündigte;
O Herr, vergib mir, ich kann ja nicht von Dir getrennt sein;
O Herr, vergib mir, daß ich, blind vor Verderben, Dich nicht meht SEHE;
O Herr, vergib mir, ich werde in alle Ewigkeit rufen, vergib mir;
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meinem ganzen Wesen weiterhin AN!

Der 2. Kondak

Es gibt kein ”Löschen der Sünde”, denn sie kann von nichts weggestrichen werden, weil sie die Tötung des GÖTTLICHEN BILDES” ist, und nur Du HERR, kannst über sie mit Deiner ”VERZEIHUNG” HINWEGGEHEN – und ich nur mit meiner “ANBETUNG” , singend: HALLELUJA!

Der 2. Ikos:

Ich werde ”in alle Ewigkeit ein Sünder sein”, aber auch Du wirst mich in alle Ewigkeit mit Deiner VERZEIHUNG ANKLEIDEN, und nur meine ANBETUNG wird mein AUGE sein, durch das ich Dich SEHEN und LIEBEN werde.

O Herr, vergib mir, daß ich “den Abgrund” der Sünde auftat;
O Herr, vergib mir, daß ich “das LICHT” auslöschte:
O Herr, vergib mir, daß ich Deine UNVERDERBTHEIT “verdarb”;
O Herr, vergib mir, daß ich tötete, was Du Erschufst;
O Herr, vergib mir, daß ich “den Schatten des Todes” gebar;
O Herr, vergib mir, daß ich an Stelle der LIEBE “das Feuer der Hölle” anzündete:
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meinem ganzen Wesen weiterhin AN!

Der 3. Kondak

Die ERFÜLLUNG des Lebens ist, dass ich Dir in der ÄHNLICHKEIT Deines BILDES ANTWORTE, aber ich, “des BILDES leer”, “tue alles bildlos” und versinke in Verderbtheit, aber ich verzweifele nicht, sondern ”RUFE, daß ich Erde und Himmel und Hölle zerschlage”: VERGIB mir, HALLELUJA!

Der 3. Ikos

In “der WAAGE der Ewigkeit” hängt auf einer Seite “meine Sünde”, mit der Verderbtheit und der Vergängligkeit, und auf der anderen Seite Deine VERGEBUNG und Meine ANBETUNG, und sie halten sich in der “Schwebe”.

O Herr, vergib mir, daß ich ständig sündige;
O Herr, vergib mir, dass ich ständig in Selbsttäuschung falle;
O Herr, vergib mir, denn ich nehme meine Zuflucht trotzdem zu Dir;
O Herr, vergib mir, denn ich “wage” trotzdem Dich anzurufen;
O Herr, vergib mir, denn es ist mir nur die ANBETUNG geblieben;
O Herr, vergib mir, denn ich kann nur noch “RUFEN”,
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meinem ganzen Wesen weiterhin AN!

Der 4. Kondak

O HERR, ich soll nicht in “die Hölle geraten, wo ich Dich nicht länger werde ANBETEN können”, in die Hölle, wo ich nicht länger nach Deiner VERZEIHUNG werde RUFEN können, sondern in die Hölle der VERGEBUNG, um zu singen: HALLELUJA!

Der 4. Ikos

Unsäglich ist das BILD der GÖTTLICHEN LIEBE, welches von nichts mehr gelöscht werden kann, und noch mehr, welches das Mysterium der VERGEBUNG und der ANBETUNG in sich trägt, in dem wir, HERR, uns wieder “BEGEGNEN” können.

O Herr, vergib mir, denn ich “verzweifele” nicht;
O Herr, vergib mir, denn ich “wage” noch über meine Sünde hinaus;
O Herr, vergib mir, denn ich HALTE Deine LIEBE VOR;
O Herr, vergib mir, denn ich “halte” an Meine ANBETUNG “fest”,
O Herr, vergib mir, denn “ich bäume mich in meiner eigenen Hölle auf”,
O Herr, vergib mir, “ich rufe, daß ich mich selbst zerschlage”:
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meinem ganzen Wesen weiterhin AN!

Der 5. Kondak

Der gefallene Engel, der Teufel, kann nicht mehr “ANBETEN”, und er wird “ewig im eigenen Dunkel bleiben ”, aber der MENSCH hat eben “die Ewige ANBETUNG auch in der ewigen Schuld”, singend: HALLELUJA!

Der 5. Ikos

Fürchterlich sind “der höllische Schrei der Sünde” und “das verzehrende Rufen der ANBETUNG”, und beide bewegen “die WAAGE der Ewigkeit”.

O Herr, vergib mir, werde ich unaufhörlich rufen;
O Herr, vergib mir, denn ich BETE Dich, über meine Sünde hinweg, weiterhin AN;
O Herr, vergib mir, rufe ich aus meinem Leid;
O Herr, vergib mir, mein einziges “Allerheiligstes WORT”;
O Herr, vergib mir, mein einziges “BILD des LICHTES”;
O Herr, vergib mir, die Ikone der letzen Rettung;
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meinen ganzen Wesen weiterhin AN!

Der 6. Kondak

Die Sünde kann nicht die Ewigkeit der GÖTTLICHEN LIEBE “töten”, sondern sie bleibt an der Grenze der VERZEIHUNG und die “Blöße” wird von dem FEUER der ANBETUNG” bedeckt, singend: HALLELUJA!

Der 6. Ikos

“Die Sünde, der in der Ewigkeit” von den Heiligen und von denen, denen VERZIEHEN wurde, “Einhalt geboten wurde”, trägt auch sie ein Mysterium, dass sie “Ewige Nicht-Versündigung” wird, “unübertretbare Grenze, frei von der zweiten Versündigung”, das EINGEHEN in “die Unendliche LIEBE, die nicht mehr zurück schaut.”

O Herr, vergib mir, weil auch ich Deine VERZEIHUNG Erhoffe;
O Herr, vergib mir, weil ich an Deine VERZEIHUNG GLAUBE:
O Herr, vergib mir und hilf mir, daß “auch ich der Sünde in mir Einhalt biete”;
O Herr, vergib mir, weil ich doch in der Ewigkeit der LIEBE Zuflucht suche;
O Herr, vergib mir, rufe ich ”aus der Hölle meiner Sünde”;
O Herr, vergib mir, rufe ich, daß niemand mehr mich anhalten kann;
O Herr, vergib mir, über meine Sünde hinweg, BETE ich Dich mit meinem ganze Wesen weiterhin AN!

Der 7. Kondak

HERR, HERR, HERR, der DREIFALTIGE NAME der GÖTLICHEN LIEBE, Die DREIFALTIGE VERZEIHUNG: die LIEBE des VATERS, die ERBARMUNG des HEILIGEN GEISTES und die ANBETUNG des SOHNES, DIR singen wir: HALLELUJA!

(Dieses Kondak liest man dreimal)
Dann liest man den 1. Ikos und den 1. Kondak noch einmal.


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 113-118. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Rumänische Version befindet sich hier.
Die Englische Version befindet sich hier.

joi, 27 mai 2010

Vater Ghelasie: "Am Kreuzweg der GEHEIMEN GRENZEN" (Übersetzung: Monica Lassaren)


Mandillon - Acheiropoietos, Ikonenmaler: Alexandru Nicolau, Bukarest




HERR, DU Erschufst
Eine Welt,
Die Dir soll BEGEGNEN,
Dich soll LIEBEN können,
Dich, Der Du aus LIEBE
Die Welt Erschufst!

Aber die Welt
Steht Diesseits von Dir,
Weil es zwischen der Welt und Dir
Eine GRENZE gibt,
Die das Geschöpf
Von dem SCHÖPFER UNTERSCHEIDET,
Einen GEHEIMEN Kreuzweg,
Wo ein ALTAR der HEILIGEN ANBETUNG
Entsteht,
Wo Du Selbst Kommst
Und RUFST die Welt,
Zu Dir zu kommen,
Die GRENZE zu ÜBERSCHREITEN,
Aber nur in Deiner
Mit dem GEWAND des MYSTERIUMS
ANGEKLEIDETEN VERWANDLUNG.

Selbst der Himmel hat eine GRENZE,
Welche Er nicht ÜBERSCHREITET,
Außer nur im MYSTERIUM
Deines NAMENS,
Der JENSEITS aller Namen ist,
Aber Der “GEFLÜSTERT”
In Deiner LIEBE wird,
Die das MYSTERIUM Selbst
Des NAMENS ist,
Den der Himmel ANBETET
Und Singt –
Ein Unsägliches Lob!

Die Erde mit allen Geschöpfen
Hat eine GEHEIME GRENZE,
Wo alle STILLSTEHEN
Und ALTAR werden,
Auf dem sie als Lebendige OPFER
Sich HINGEBEN,
Die Du, HERR,
EMPFÄNGST,
Und in der glühenden Verzehrung
Der LIEBE
Sie VERWANDELST,
Und so die ÜBERSCHREITUNG
DER GRENZE
Möglich Machst.
Die “Welt” kann nicht
Die GEHEIME GRENZE ÜBERSCHREITEN,
Weil es Schöpfung ist,
Aber Du selbst
STRECKST
Deine LIEBE aus,
Die ein WEG über die GRENZE
Wird,
Wo die EWIGKEIT
Die BEGEGNUNG wird,
Das MYSTERIUM zwischen
Dir und der Welt,
NAME-ANBETUNG,
LIEBE –
Die VEREINIGUNG über alles,
Die LIEBE-das STILLSTEHEN
VON ANGESICHT zu ANGESICHT,
Das nie Endet,
Das immer ANFÄNGT,
Und ständig Wird
MYSTERIUM und Kreuzweg,
ALTAR und ÜBERSCHREITUNG,
Grenzenlose LIEBE,
In der sich alles VEREINT.
GABEN des ABENDMAHLES,
GRENZE ohne STILLSTEHEN
STILLSTEHEN ohne GRENZE,
GOTT und Welt
In BEGEGNUNG!

*

Siehe, HERR, auch ich bin da.
An der GRENZE-am Kreuzweg des MYSTERIUMS
Erblicke Ich den Himmlischen WEG,
Mit dem NAMEN
Dessen, Der sich VERKÖRPERTE,
Des SOHNES GOTTES,
Des SCHÖPFERISCHEN WORTES,
Das das KREUZ der Welt
An der AUFERSTEHUNG der Ewigkeit
Erhob.
Und so,
Mit dem GÖTTLICHEN NAMEN,
Mit Seiner ANBETUNG,
Breche ich
In das Himmlische Unvergleichliche LICHT auf.

Siehe, HERR, auch ich bin da,
An der GRENZE,
Wo das ganze Universum
VOLL Schönheit
Und Wohlgeruch ist,
Die Dich VERKÜNDEN.
Nichts darf gebrochen werden,
Ich streichele alles mit der Hand,
Und im GEHEIMEN Flüstern
Höre ich den GÖTTLICHEN Gesang!
Der mich FÜHRT über die GRENZE.
Sieh, auch ich bin da,
Am KREUZWEG,
Wo eine IKONE
Von einem Licht
BELEUCHTET STEHT,
Die Nie mehr Gelöscht wird!
Mein Blick VERHARRT
Am BILD des MYSTERIUMS,
Und Ich WARTE,
Das Es auch mich ANSCHAUT....
Der GÖTTLICHE NAME
Ertönt in Meinem Herzen,
In den Ohren
Höre ich den Gesang der Ganzen Welt,
Der BLICK der IKONE
VEREINIGT Alles
In ETWAS,
Wo GOTT und die Welt
Sich BEGEGNEN
Von ANGESICHT zu ANGESICHT.
Und sie hören nicht auf,
Im STILLSTEHEN zu VERHARREN,
Das EWIGKEIT,
Und gleichzeitig
Grenzenlose ÜBERSCHREITUNG
In die EWIGKEIT wird.

O BILD der LIEBE,
Das alles VEREINT,
O IKONE,
Die GRENZE und der KREUZWEG,
Wo alle MYSTERIEN
Sich BEGEGNEN
Und am HEILIGEN ABENDMAHL TEILHABEN,
In der EWIGKEIT,
Wo immer GRENZE
Und immer ÜBERSCHREITUNG ist.


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 92-96. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Rumänische Version befindet sich hier.
Die Englische Version befindet sich hier.

miercuri, 26 mai 2010

Vater Ghelasie: "BILD UND ÄHNLICHKEIT: Der Gesang des SOHNES GOTTES" (Übersetzung: Monica Lassaren)



Gottesmutter mit dem Kind Jesus,
Ikonenmaler: Georgeta Marioara
, Bukarest










(Von den Gedächtniseinprägungen des Ursprunges)

O, VATER, Absolutes BILD,
Das du vor allem anderen bist,
Der UNGEBORENE
Und in Sich GEBÄRENDE,
Der in sich Vollendete
Dir gebührt
Die Erste Würdigung
In Anbetung.

In Mir, Deinem SOHN, wirst Du wieder Geboren,
Und du bist VATER und URSPRUNG,
Und Deine Unendlichkeit Öffnet Sich
In eine Unendlichkeit, die die Unendlichkeit selbst Umfasst.

VATER, in Mir bist Du
Die Absolute LIEBE,
Die Mich GEBÄRT als SOHN,
Die unaufhörliche LIEBE,

Absoluter VATER und URSPRUNG,
Du bist noch einmal in Mir, Deinem SOHN,
Und niemand kann Deine Tiefen Umfassen,
Außer Deinem SOHN, der Sie Öffnet.

In Mir ist Dein Ganzes Leben
Und Mein Leben ist in Dir,
O LIEBE,
Du bist die EINZIGE BILD-IKONE
In Sich und nach Außen.

*

VATER, Ich, Dein SOHN,
Bin das absolute GANZE,
Das aus Dir GEBOREN,
Und es braucht nichts anderes zu sein,
Als Der HEILIGE GEIST,
Der auch aus Dir Ausgeht,
Die DREIFALTIGKEIT des absoluten WESENS,
Der EINZIGE in DREI Unzertrennbaren ANGESICHTERN.
Und dennoch Erschaffe Ich, Dein Sohn,
Noch ein Bild des Geschöpfes
Nach Meinem Maß,
In dem Ich Selbst Mich Verkörpere,
Und so Erscheine Ich,
Zweifaltiger SOHN:
Der EINGEBORENE
Und der erschaffene und gezeugte,
In der SELBEN PERSON.

Empfange, VATER,
Auch Mein Bild als erschaffenen Sohn,
Das Ich Dir unaufhörlich Darbringe,
Als eine LIEBESGABE.

Und noch mehr,
Durch dieses Bild des erschaffenen Sohnes,
Erschaffe ich noch eine Welt,
Die Deinen Namen, dem Liebe und Anbetung gebührt,
Lobsingen wird.

*

Ich, der SOHN, der SCHAFFENDE LOGOS,
Habe Meinen absoluten Ursprung
In Dir, dem absoluten VATER,
Aus dem Ich GEBOREN bin.

Aber als Sohn der Schöpfung
Brauche Ich auch einen erschaffenen Ursprung,
Das heißt, das Bild der Mutter.

Den Gesang des in Sich GÖTTLICHEN SOHNES,
Bringe Ich Dir dar, VATER,
Und gleichzeitig bringe Ich den Gesang des Sohnes der Schöpfung
Auch der Mutter dar, die Mir einen Leib gibt,
Zwei BILDER, dazwischen Ich bin,
Zwei LIEBEN, die Sich BEGEGNEN,
Und In Meinem Bild des SOHNES Sich VEREINEN.


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 89-91. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Rumänische Version befindet sich hier.
Die Englische Version befindet sich hier.

marți, 25 mai 2010

Vater Ghelasie: "Der Altvater, das Bild des SOHNES als Ähnlichkeit des VATERS" (Übersetzung: Monica Lassaren)













Das BILD des SOHNES ist Ewigkeit,
Und kann sich nicht
In ein anderes Bild verwandeln,
Der SOHN Aufersteht ewig
Als ein BILD des SOHNES.
Aber der SOHN in seiner Ewigkeit
Enthüllt den VATER in Sich Selbst,
Aus Dem ER geboren wurde,
Und ER ist des VATERS Ebenbild
Und das ist das Mysterium
Der GEISTLICHEN DREIEINIGKEIT,
In welcher der SOHN
Hat die gleiche Erscheinung wie der VATER
Und der HEILIGE GEIST,
Aber jeder auf Seine Eigene Weise als Bild
Der Tiefe
Ohne Verwechslung.
Wer den SOHN sieht,
Sieht den VATER,
Und der SOHN und der VATER
Werden vom Strahlen
Des ALLERHEILIGSTEN GEISTES Gezeigt.

Auch in der Erschaffenen Welt
Muß der Mensch, als das Bild des SOHNES,
Das BILD des VATERS, ähnlich, aus sich
Offenbaren,
Und so bekennt sich der SOHN ewig
Zum VATER,
Dem Absoluten,
Der Alles Gebar
Und Erschuf!
Der Mensch, als ein BILD des SOHNES,
Hat ein ewiges Wachstum,
Das die Entdeckung des Selbst,
Des VATERS Abbild, ist.
Der kindliche Mensch
Wird groß,
Wenn es mehr und mehr
Ähnlichkeit mit seinem VATER zeigt.

Das Mysterium des PRIESTERTUMS des SOHNES
Ist gerade die Ähnlichkeit mit dem BILD des VATERS,
Durch welche der SOHN
Alles von Seinem VATER empfängt,
Und es als GABE darbringt,
Als ALTAR GOTTES,
Das BILD des SOHNES
In ANBETUNG!

So wird der SOHN,
Im BILD des PRIESTERTUMS,
Der TRÄGER von allem zum VATER,
Und noch mehr,
Der TRÄGER vom VATER zu allem
Durch den SOHN.
Der VATER Selbst SEGNET,
Die HAND ist des SOHNES,
Nur der SEGEN
Ist des VATERS,
Und so ist der SOHN,
In PRIESTERTUM und GEISTLICHKEIT,
Das WERK des VATERS,
Das durch den SOHN geschieht.

O IKONE der Geistlichkeit,
VATER, der durch den SOHN WIRKT,
SOHN, der der TRÄGER des VATERS
Und seiner GABE ist.
Der SOHN bringt alles zum ALTAR der ANBETUNG,
Und alles
SEGNET
Der VATER Selbst.
Und der geistliche Vater
Ist der SOHN,
Der vollkommen
Das BILD und das WERK des VATERS
Widerspiegelt.
Und so EMPFÄNGT der VATER
Die GABE des SOHNES,
In HEILIGSTER
ANBETUNG,
Die den Absoluten
SEGEN bekommt.
Und es gibt keinen Absoluten SEGEN,
Außer durch den Geistlichen SOHN!

*

Abba, mein Vater,
Ich liege auf den Knien unter deinem Segen.

Durch deine Hände bring mir den Himmel herab,
Durch deine Augen soll die GNADE Strahlen,
Durch deine Worte
Soll GOTT Selbst zu mir SPRECHEN.

Abba, sei mein Vater,
In den ich die Hoffnung des Glaubens haben kann,
Daß auch ich Erlöst werde.


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 85-88. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Englische Version befindet sich hier.
Die Rumänische Version befindet sich hier.

luni, 24 mai 2010

Vater Ghelasie: "ABBA und der Geistliche Schüler" (Übersetzung: Monica Lassaren)

















Mein AVVA, mein AVVA.
Du bist die ÄHNLICHKEIT der GNADE GOTTES,
Du bist die Ähnlichkeit des Heiligen,
Durch dessen GABE ich Geboren wurde.

Durch dich ENTDECKE ich den Heiligen, der mich
In seine Arme EMPFING, als ich Gezeugt wurde,
Und mich zu seinem Sohn machte.

Mein AVVA, in deiner IKONE,
VEREINEN sich GOTT und die Heiligen und die Eltern,
Mit dem Himmel und der Erde,
IM GEHEIMEN ABENDMAHL.

AVVA, Mein Vater,
Auf den Knien, unter deinem SEGEN liege ich.

Durch deine Hände steigt der Himmel herab.
Durch dein Bild STRAHLT die GNADE,
Durch deine WORTE
SPRICHT GOTT Selber mit mir.

Mein ABBA, was für ein Heiliges SCHICKSAL,
Daß ich dich FAND!...
Ohne dich wäre ich noch lange herumgeirrt,
Ohne die Hoffnung der Erfüllung und der Erlösung...

Mein ABBA, mein ABBA,
Du bist meine Heilige KAPELLE,
Wo ich siebenmal am Tag
Mit Reue auf die Knie falle,
Mit der Hoffnung voller Glauben,
Daß auch ich Erlöst werde.

Alles, was ich als Gabe habe,
Ist aus der GÖTTLICHEN GNADE,
Es ist aus meiner Eltern Erbe
Und aus den Tugenden des Heiligen,
Der mich als Sohn annnahm,
Es ist auch aus deinem Rat, ABBA Vater,
Gabe aus der Heiligen GABE.

*

An einem zeitlosen Tag, in der GÖTTLICHKEIT,
Bringt der SOHN
Zusammen mit dem HEILIGEN GEIST,
dem GOTT VATER eine DANKGABE
Als Antwort der LIEBE.
– Ewiger VATER,
Empfange diese Gabe,
Deines vom Deinigen
Bringen wir Dir dar.
Und der VATER Schaut...
Er sieht noch eine Liebe
Der Schöpfung.

– EMPFANGE das BILD der LIEBE,
Es ist Dein BILD, VATER!

Und der VATER SEGNET!


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 83-84. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Englische Version befindet sich hier.
Die Rumänische Version befindet sich hier.

sâmbătă, 22 mai 2010

Vater Ghelasie: "Die Geburt, die ERSTE LITURGIE des eigenen Lebens" (Übersetzung: Monica Lassaren)














1

Die Vereinigung der Eltern zeugt meinen Körper,
Die Wohnung, wo meine neue erschaffene Seele
Wohnen soll.

O was für ein Mysterium dieser Körper ist,
Wasser-Erde, Fleisch und Blut,
Das mich mit der Welt Verwandt macht!...

In diesem Körper Prägt sich das Bild meiner Eltern ein,
Mit dem Erbe eines ganzen Volkes...

Ebenfalls bin ich mit dem Gestirn von Oben,
Mit dem letzten Sandkörchen und und dem kleinsten Geschöpf Verwandt.

Das Fleisch ist das Mysterium, in welchem
Die ganze Welt als Gedächtnis sich sammelt,
Und das Blut ist auch ein Mysterium,
Durch welches die Verwandschaft mit allem strömt.

Darum wird zuerst mein Körper Gezeugt,
Ähnlich wie Du, HERR,
Auch zuerst Adams Körper erschufst.
Der Körper, Erde, die Fleisch wurde, und Wasser, das Blut wurde,
Ist das GESAMTE Bild der Welt
Damit die Seele, die Du dann Erschaffst,
Das Angesicht des Geschöpfes habe.

Der Körper ist die Prägung des Bildes der Schöpfung,
Und und daran mißt Du Selbst die Welt.

Meine Eltern geben mir das Bild der Schöpfung,
Aber sie können mir keine Seele geben,
Und das Mysterium meines Wesens ist die VEREINIGUNG beider Ähnlichkeiten,
GOTTES und der Schöpfung.

2

Siehe der TAG meiner Zeugung,
Es ist der Tag meiner LITURGIE der Geburt.

Meine Zeugung durch die Eltern
Ist das WEIHBROT, das bis nach OBEN Aufsteigt,
Und wird zum HIMMLISCHEN ALTAR getragen,
Wo die LITURGIE der Heiligen Gehalten wird.
Es kommen viele WEIHBROTE-Zeugungen,
Und jeder Heilige, während er dient, nimmt je Eines...

Jeder Heilige sieht, welches Bild im WEIHBROT ist,
Wohlwissend daß, wenn Er es Auswählt, Er es ALS SOHN ANNIMMT,
Und die WUNDEN seiner “Sünden” übernimmt...

Das WEIHBROT meiner Zeugung tritt so
In die KIRCHE von OBEN ein, das Bild der MUTTERGOTTES,
Das alle WEIHBROTE EMPFÄNGT...
SIE ist die ERSTE, die das Bild des WEIHBROTES sieht,
Wie sündig es auch sei...

O MUTTERGOTTES, Du sahst mein Bild,
Und sieh´, Du fingst zu weinen an...
Du erblicktest eine Menge von Erbsünden,
Auch die, die ich in meinem LEBEN begehen werde,
Aber Du warst die Erste, die das WEIHBROT TRÖSTEST...
Du KÜSSTEST es dann, und dadurch wurdest Du
Meine HIMMLISCHE MUTTER.

Du, MUTTERGOTTES, wähltest einen Engel aus,
Und mit Tränenden Augen batest du ihn...
– Ich bitte dich, nimm dieses WEIHBROT,
Bring es zum DIENEN und sei sein HÜTER...

Und der Engel trug mein WEIHBROT
zum ALTAR der LITURGIE,
Wo ein Heiliger gerade DIENTE.
Dieser nahm es in die Hände, schaute es lange an,
Wollte es mehrmals ablehnen...
Aber eine Träne fiel darauf...

“O Heiliger, der Du mein WEIHBROT annahmst,
Du nahmst mich als deinen Sohn an, in alle Ewigkeit.”

3

Und der Heilige, der mein WEIHBROT auswählte,
Beginnt das FEIERN der LITURGIE,
Hebt es EMPOR,
Wo HERR CHRISTUS selbst es empfängt,
In seinen GÖTTLICHEN HÄNDEN,
Während ER ein GEHEIMES WORT SAGT,
Zu Dem der HEILIGE GEIST Selbst kommt
Und nimmt das WEIHBROT in die HÄNDE,
Mit einem SEUFZER von GROßER BARMHERZIGKEIT...

– HIMMLISCHER VATER,
Schenke das Sein noch einer Seele.
Mein WORT Zeugte es
Und auch der HEILIGE GEIST ,
Nur Deinen SEGEN sollst Du noch
Über ein neues lebendes Wesen sprechen...

Und der Heilige Diener der Liturgie Schneidet das AGNET aus dem WEIHBROT ,
Und aus dem AGNET fließt BLUT,
DAS er in den KELCH Eingießt...

O welches furchtbares MYSTERIUM,
Das AGNET ist voller WUNDEN
Mit bitteren Schmerzen...
Es sind meine Wunden, aus den geerbten Sünden,
Es sind meine Wunden, aus den Sünden, die ich begehen werde,
Die jetzt vorhergesehen und enthüllt werden...
Und diese Wunden VERLETZEN auch den LEIB CHRISTI,
Aus Dem GÖTTLICHES BLUT fließt,
Das gleichzeitig mit meinem Blut sich vermischt,
Und im GEHEIMEN KELCH
Sich VEREINIGEN und VERWANDT werden...

Sieh, da, im GEHEIMEN KELCH,
Werde ich als Seele Geboren,
Ein Neugeborenes KIND,
Wie fürchterlich, ich trage den LEIB CHRISTI,
GLEICHZEITIG mit IHM, der Meinen Leib trägt...
Wie eine VERKÖRPERUNG des EINEN in dem ANDEREN,
GLEICHZEITIG Zwei, die sich Verflechten...

O MYSTERIUM der LITURGIE des LEBENS!...

O SOHN GOTTES, mit einem GEWISSEN WORT
Erschufst Du meine Seele,
Indem Du ihr DIESES in der Tiefe einprägtest,
Als HERZ-BILD GOTTES.

O ALLERHEILIGSTER GEIST,
EIN GEWISSER HAUCH von Dir
PRÄGTE sich EIN und brachte mein HERZ in Bewegung.

O VATER, dein absoluter SEGEN
VEREINIGTE die DREIFALTIGE PRÄGUNG,
Und meine Neue Seele wurde Gezeugt.

Und durch das aus dem WEIHBROT herausgeholte AGNET,
GOTTES BLUT und Erschaffenes Blut,
Wurde meine Seele Verkörpert.

Das AGNET, DREIFALTIGE LIEBE GOTTES,
Das AGNET, auch Liebe der Schöpfung,
Das AGNET, Liebe der KIRCHE,
Das AGNET, Himmel und Erde in VEREINIGUNG,
Das AGNET, Seele und Leib in VERWANDSCHAFT,
Das AGNET, übernatürliches MYSTERIUM ,
Das AGNET, MYSTERIUM der LITURGIE,
Das AGNET, das MYSTERIUM der MYSTERIEN-EUCHARISTIE.

4

Was bin ich, der Neu-Geborene?
Ich bin ein von den Eltern Gezeugter Körper,
Der das Bild der Schöpfung
Und die Volksverwandschaft
Und eine Erbe von Tugenden und ”Sünden” in sich trägt,
Im Fleisch und Blut gesammelt,
Das WEIHBROT der Irdischen KIRCHE.

Und dieses WEIHBROT hat das SCHICKSAL, in den HIMMEL AUFZUSTEIGEN,

In den HIMMEL wo die KIRCHE von OBEN ist.
Wo auch eine Seele geboren werden wird.

Der Körper ist die Prägung des Bildes von Unten,
Die Seele ist die Prägung des Bildes von OBEN,
Und so bin ich eine VEREINIGUNG von HIMMEL und Erde.

Die Zeugung meiner Seele
Geschieht durch ein SCHÖPFERISCHES WORT
Und durch einen HAUCH des HEILIGEN GEISTES,
Unter dem SEGEN des VATERS,
Die PRÄGUNG des BILDES GOTTES.

Das WORT ist das Bild des HERZENS und des BLUTES,
Des WEIHBROTES und des KELCHES,
Der Erde und des Wassers.
Der HEILIGE GEIST ist das Bild des LEBENS-des RITUALES,
Der SEGEN ist das Bild des Wesens.

So trägt meine Neu-Geborenen Seele
Die PRÄGUNG-die ÄHNLICHKEIT des WORTES,
Das LEBEN-die ÄHNLICHKEIT des GEISTES,
In der VEREINIGUNG des HEILS in sich.

Und das SCHICKSAL meines erschaffenen Wesens
Ist Leben der Erde und Leben des HIMMELS,
Im GESANG des WORTES und in der STIMME des GEISTES,
In der EUCHARISTIE-im HEILIGEN ABENDMAHL vereint.

5

ICH DANKE Dir, HERR, daß Du mich Erschufst,
Obwohl Du sahst, daß ich das LEBEN nicht verdiene...
Du nahmst mich als ERSTER durch das OPFER am KREUZE an,
Sowie die MUTTERGOTTES mich als den Sohn der KIRCHE annahm,
Ein Engel wollte mein Hüter sein,
Und ein Heiliger wurde mein BEHÜTER...
Und unten, ein Paar Eltern und ein Volk
Machten mich zum ERBEN des MYSTERIUMS des LEBENS.

SEI GELOBT, O HERR, SEI GELOBT,
MYSTERIUM der LIEBE – der EUCHARISTIE!



erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 74-80. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Englische Version befindet sich hier.
Die Rumänische Version befindet sich hier.

sâmbătă, 15 mai 2010

Vater Ghelasie: "Gesang an meinen Heiligen" (Übersetzung: Monica Lassaren)


Hl. Johannes der Russe, Ikonenmaler: Nonne Andreea, Nonnenkloster Nera











O mein Heiliger, mein Heiliger,
Du bist der Vater, durch den GOTT
Aus seiner GNADE mich Erschafft.

Du bist ebenfalls auch Der,
Durch Den meine Eltern mich Zeugen,
Denn wenn Du mich nicht als Sohn annnehmen würdest,
Gäbe es meine Zeugung nicht.

Du, mein Heiliger, bist der erste,
Der Glaubt, daß ich, der Sünder,
Doch von der Sünde ablassen werde...

O mein Heiliger, deinem Glauben an meine Erlösung
GLAUBT Selbst GOTT,
Glauben, dem ich auch Glaube!


(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 73. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Englische Version befindet sich hier.
Die Rumänische Version befindet sich hier.

vineri, 14 mai 2010

Vater Ghelasie: "Mann und Frau" (Übersetzung: Monica Lassaren)














Chora Anastasis (Detail)



EIN GEWISSES WORT von Dir,
BILD des SOHNES GOTTES,
Aus Seiner RIPPE-“NATUR”
Erschafft auch ein Bestimmtes Bild meiner Seele,
Ein Bild des Erschaffenen Wesens.

Und wenn das Bild des SOHNES GOTTES im Vordergrund Steht,
Wird das Bild von Adam-vom Mann Geboren;
Und wenn das Bild der Schöpfung im Vordergrund Steht,
Wird das Bild von Eva-von der Frau Geboren

So haben wir sowohl ein GÖTTLICHES Bild, als auch ein Bild der Schöpfung,
Die die Urbilder unseres Wesens sind,
Die dann uns Gestalten
Als Zentren der Persönlichkeit,
Mann und Frau, die ebenbürtig sind.

Die Liebe ist das Bild der Ikone in Sich,
Die Ikone Gottes des Vaters für Seinen Sohn
Durch den Heiligen Geist, die Liebe ebenfalls für Seinen Sohn.

Das Göttliche Leben ist in der Liebe Gottes des Vaters für den Sohn,
Und das Herz des Sohnes und des Heiligen Geistes schlagen gleichzeitig mit dem des Vaters,
Und die Ikone der Liebe des Vaters ist Ihre Einzige Ikone.

Das Leben der Schöpfung ist im Herz der Mutter ebenfalls für den Sohn,
Weil das Herz der Mutter Ebenbild des Herzens des Vaters ist,
Anbetung, die herab- und hinaufsteigt ohne Unterbrechung...

Adam ist das Bild über das Bild der Schöpfung,
Und Eva tritt aus seiner Rippe hervor, das Kind des Herzens Adams,
Und so hat Eva die Rippe-das Kind Adams in ihrem Herzen.

Adam feiert keine Vergnügungshochzeit mit Eva,
Sondern Adam Schenkt seinen Sohn aus dem Bild des Vaters,
Und Eva bekommt den Sohn in ihrem Herzen durch Adam.

Die Freude der Begegnung zwischen Adam und Eva ist kein einfaches Vergnügen,
Es ist das Priesterliche Ritual des Herabsteigens des Sohnes in den Leib,
Durch Adam der Priester wird der Sohn-die Eucharistie in der Kirche-Eva Geboren.

Durch den Sohn – die Eucharistie begegnen sich Adam und Eva als Heiliges Abendmahl,
Nicht jeder wird in seinem einzelnen Herzen vertieft und verschluckt,
Das die Tötung der Eucharistie – des Sohnes Selbst bedeuten würde.

Adam ist der Priester, der die Kraft-den Samen der Eucharistie in Sich hat,
Und Eva ist die Kirche-der Kelch, das Herz-Altar des Eucharistischen Sohnes.
Sowohl Adam als auch Eva Dienen Zusammen der Menschwerdung des Eucharistischen Sohnes.

Adam ist nicht “Evas Mann”, sondern der Priester – das unmittelbare Bild Gottes,
Und Eva ist nicht “Adams Frau”, sondern die Kirche der Verkörperung Gottes,
Und beide fallen nich in Zügellosigkeit, sondern sie feiern die Liturgie der Eucharistie des Sohnes.

Darum, nach dem Sündenfall, fällt Adam aus dem Priestertum,
Und Eva fällt aus dem Bild der Ikone-der Kirche,
Und Ihr Dienen wird ein entheiligtes Spiel, ohne den Eucharistischen Sohn, der vergesssen wird.

Der arme Adam, aus dem Priester wird er ein Theaterschauspieler,
Und Eva wird eine Hexe, die das Priestertum Adams stiehlt,
Indem sie die Priesterin einer Magie wird, die das Eucharistische Kind ersticht.

Abscheuliche Verwandlung der Göttlichen Liturgie in die Tötung des Sohnes!...
Wenn Eva Priesterin ist, wird Adams Leben selbst Geopfert,
Und Adams Sohn ist getötet, und das Blut in den Abfall geworfen...

Darum Kommt der Große Priester Christus nach dem Fall
Und stellt das wahre Priestertum, das das Zeichen des Sohnes ist, wieder her,
Und stellt gleichzeitig auch die wahre Kirche-Ikone der Gottesmutter wieder her.

In selbem Augenblick, da die Wiederherstellung der Kirche als Ikone der Gottesmutter geschieht,
Ist die Zauberei der Priesterin-der Magie vernichtet,
Und die Wahre Eucharistische Liturgie wird durch den Auferstandenen Christus vollbracht.

Die Christliche Liturgie ist kein Blutiges Opfer mehr,
Eva tötet nich mehr den Sohn Gottes,
Sondern der Sohn Gottes erweckt die Mutter Kirche Selbst vom Tod.

Wenn Evas Schicksal ist, den Sohn Gottes zu Gebären,
Und der Fall sie zu einer Mörderin dieses Schicksales macht,
Kommt der Sohn Gottes Selbst, um Eva vom Tod zu erwecken, als Muttergottes.

“Muttergottes, durch Dich wird die Schöpfung wiederhergestellt,
Durch die Christliche Menschwerdung wurdest Du wieder die Himmlische Mutter-die Kirche,
Die die Schöpfung wieder ins ewige Leben ruft!”

“Muttergottes, Du Erwecktest die Ikone-das verlorene Bild,
Du erwecktest die Kirche des Sohnes Gottes zum ewigen Leben,
Ich bete Deine Ikone an, denn Du trägst wahrlich Gott in Deinen Armen.

Frau, du bist die Kirche des Priestertums Adams,
Der Sinn der Menschwerdung des Sohnes Gottes durch Adam,
Sei nicht Mörderin deiner eigenen Kirche und Gottes und Adams,
Frau, bringe nicht das Priestertum Adams durch deine Hexerei um,
Adam, töte nicht die Kirche Evas durch deine Entheiligung,
Seid beide Kirche und Priestertum der Menschwerdung des Sohnes!

Die Vollendung der Frauenliebe ist nicht der Mann, sondern der Sohn,
Und die Vollendung der Mannesliebe ist ebenfalls der Sohn,
In der ohne den Sohn entstandenen “Leere” ist bloß Ermordung und Zügellosigkeit.

Und die Vollendung der Schöpfung ist die Liebe Gottes,
Und in der ohne die Liebe zu Gott entstandene “Leere” erscheint der Hass-die Verneinung,
In der ohne Gott entstandenen “Leere” vernichtet die Schöpfung Sich selbst.



(erschienen im Band "Isihasm" ("Hesychasmus"), Platytera Verlag, Bukarest, 2007, S. 106-111. Übersetzung aus dem Rumänischen: Monica Lassaren)

Copyright: Platytera Verlag

Die Rumänische Version befindet sich hier.
Die Englische Version befindet sich hier.